Marcel Koller wird nicht Nachfolger von Hitzfeld

Er unterschreibt bei den Österreichern für zwei weitere Jahre.

Marcel Koller wird nicht Trainer der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft. Laut einer Mitteilung des Schweizerischen Fussballverbandes SFV hat der 53jährige Zürcher heute eine Absage erteilt und seinen Vertrag als Teamchef des Österreichischen Fussballbunds (ÖFB) um vorerst zwei Jahre verlängert. Wer die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld antreten wird, ist zurzeit unklar. Der SFV will noch am Nachmittag an einer Medienkonferenz über das weitere Vorgehen informieren.

Absage kam überraschend
Für den Schweizerischen Fussballverband kam die Nachricht überraschend. Eigentlich wäre für Marcel Koller ein Vertrag bereit gewesen, den er nur noch hätte unterschreiben müssen. Gemäss Peter Stadelmann, dem Delegierten der Nationalteams des SFV, hat Marcel Koller im persönlichen Telefongespräch mit ihm als Begründung angeführt, dass er sein Projekt beim ÖFB fortsetzen wolle .

"Nun haben wir Klarheit"
„Für den SFV heisst das nun, dass wir, wie wir das kommunizierten, nachdem uns Ottmar Hitzfeld mitgeteilt hatte, dass er nach der WM in Brasilien seine Karriere beenden werde, die Suche nach einem Nachfolger fortsetzen und mit weiteren geeigneten Kandidaten Gespräche führen werden“, sagt Stadelmann und erläutert: „Wir lassen uns Zeit, denn der Faktor Zeit drängte nur im Fall von Marcel Koller. Diese Option haben wir in der gebotenen Eile geprüft. Nun haben wir Klarheit“, sagt Stadelmann.

Koller will Projekt weiterführen
Marcel Koller äussert sich zu seinem Entscheid wie folgt: „Dies war, auf den Fussball bezogen, die schwierigste Entscheidung, welche ich in meiner Karriere treffen musste. Aber ich habe vor zwei Jahren das Projekt beim ÖFB begonnen und ich will es weiterführen.“ Der 55-fache Schweizer Nationalspieler erhält einen Vertrag bis Dezember 2015 mit einer automatischen Verlängerung bis nach der EM Endrunde 2016 in Frankreich im Falle einer erfolgreichen Qualifikation des Nationalteams.

Fokus auf WM
Der SFV will trotz der Suche nach einem Nationalcoach den Fokus voll auf die WM-Vorbereitung legen. Das Schweizer Nationalteam absolviert in diesem Zusammenhang am 15. November ein Länderspiel in Seoul gegen Südkorea. Am 6. Dezember erfolgt in Brasilien die WM-Gruppenauslosung. Die Schweiz, derzeit auf Rang 7 der Weltrangliste, ist bei dieser in Topf 1 gesetzt.

Audiofiles

  1. Marcel Koller wird nicht Schweizer Fussball-Nati Trainer. Audio: Sämi Deubelbeiss