In Schweizer Städten wird viel gekokst

Das zeigt ein europäischer Abwasser-Vergleich unter 42 Städten

In den Schweizer Städten wird überdurchschnittlich viel gekokst.

In den Schweizer Städten wird überdurchschnittlich viel Kokain konsumiert. Dies zeigt eine Analyse des Abwassers, die in 42 europäischen Städten durchgeführt wurde. Basel, Genf, St. Gallen und Zürich liegen dabei weit vorne, Bern im Mittelfeld. Zürich kam hinter Antwerpen (Belgien) und Amsterdam (Niederlande) sogar auf Rang 3. Hochgerechnet werden in Zürich täglich rund 1,6 Kilogramm Kokain konsumiert, heisst es in einer Mitteilung.

Die Abwasserproben wurden in den vergangenen beiden Jahren entnommen und dann durch das Wasserforschungsinstitut Eawag auf Spuren von Drogen analysiert. Während einer Woche wurde das Abwasser von rund 1,4 Millionen Personen in fünf Schweizer Städten unter anderem auf Kokain und Ecstasy untersucht. Beim Ecstasy liegen Zürich, St. Gallen und Bern ebenfalls über dem europäischen Durchschnitt, Basel und Genf knapp darunter. Die niederländischen Städte Eindhoven, Utrecht und Amsterdam lagen hier mit Abstand an der Spitze.

Ebenfalls untersucht wurde der Zeitpunkt der Konsumation. Dabei zeigte sich, dass Ecstasy vor allem am Wochenende sehr häufig konsumiert wird. Beim Kokain war der Unterschied zwischen Arbeitswoche und Wochenende ebenfalls vorhanden, aber deutlich kleiner als bei Ecstasy.