Luzerner Ermittler heben Drogenring aus

Ex-Spitzenfussballer James Meyer gehört zu den Haupttätern

Sichergestelltes Kokain: Die Luzerner Strafuntersuchungs-Behörden haben einen Drogenring gesprengt.

Die Luzerner Strafuntersuchungsbehörden haben einen Drogenring gesprengt. Die Täter sollen kiloweise Drogen in die Schweiz geschafft und an Drogendealer weiterverkauft haben. Die Ermittler hatten bereits vor über einem Jahr zugeschlagen. Anfang Juli 2013 verhaftete die Polizei in Emmenbrücke, Emmen und Luzern drei Personen und durchsuchte drei Wohnungen. Dabei wurden 2,8 Kilogramm Kokain und mehrere zehntausend Franken sichergestellt.

Die Strafuntersuchungsbehörden schreiben in einer Mitteilung, dass ein 54-jähriger serbischer Lieferant die Drogen zwischen 2006 bis 2013 von den Niederlanden oder Deutschland aus in die Schweiz geschafft habe. Rund 17 Kilogramm Kokain habe er einem 56-jährigen Schweizer Händler verkauft.

"Der Händler war Ex-Fussballer des FC Luzern und des FC Aarau."

Bei diesem Händler handelt es sich um den ehemaligen FCL- und FC Aarau-Spieler James Meyer. Dies bestätigte die Luzerner Staatsanwaltschaft auf Anfrage von Radio Pilatus. Meyer soll rund 14 Kilogramm des Kokains weiterverkauft und so einen Gewinn von rund 360‘000 Franken erzielt haben.

Die Verfahren gegen die beiden mutmasslichen Haupttäter sind noch nicht abgeschlossen. Die restlichen Strafverfahren sind beendet. Die Dealer auf den tieferen Hierarchiestufen wurden mit Freiheitsstrafen von bis zu 24 Monaten bestraften, die reinen Kokainkonsumenten mit Bussen. Total waren zehn Personen in die Ermittlungen einbezogen.

Audiofiles

  1. Ex-FCL und FC Aarau Spieler in Mitten eines Kokaindrogenring-Affäre. Audio: Tommy Durrer