Luzerner Lehrerverband nimmt Stellung zur Französisch-Debatte

Überrascht vom Entscheid des Schweizer Lehrerdachverbandes

Wissensdurst in der Schule (Symbolbild)

Primarschüler in der Deutschschweiz sollen künftig nur noch eine Fremdsprache lernen, und zwar Französisch. Das hat der Schweizer Lehrerdachverband gestern entschieden. Beim Luzerner Lehrerinnen-und Lehrerverband ist man überrascht. Präsidentin Annamarie Bürkli sagte auf Anfrage von Radio Pilatus, man habe nicht voraussehen können, dass sich eine Mehrheit klar für die französische und gegen die englische Sprache aussprechen würde. Viel wichtiger sei aber sowieso, dass Primarschüler nur eine Sprache und nicht zwei lernen müssten, so Bürkli weiter. Nur so hätten auch schwächere Schülerinnen und Schüler die Chance, dem Unterricht folgen zu können.

Das letzte Wort betreffend Fremdsprachen haben die Kantone. Erst kürzlich hatte das Nidwaldner Kantonsparlament beschlossen, dass künftig in der Primarschule englisch und nicht französisch gelernt werden soll.

 

Audiofiles

  1. Luzerner Lehrerverband zur Französisch-Debatte. Audio: Sämi Deubelbeiss