Einsprache gegen die neue Axenstrasse

Umweltschutzorganisationen bezeichnen Projekt als überrissen

Blick auf die heutige Axenstrasse mit dem Dorf Brunnen im Hintergrund.

Gegen den geplanten Bau der neuen Axenstrasse regt sich weiter Widerstand. Der Verkehrs-Club der Schweiz, die Alpen-Initiative und die Ärztinnen und Ärzte für den Umweltschutz haben eine Einsprache eingereicht. Sie bezeichnen das 1,2 Milliarden Franken teure Projekt als überrissen und sogar rechtswidrig.

Wird der Alpenschutz-Artikel verletzt?

Die drei Umweltschutzorganisationen sind der Ansicht, dass der Bundesrat rechtswidrig die Axenstrasse von einer Nationalstrasse der 3. Klasse zu einer der 2. Klasse aufklassiert hat. Vor allem bringe die neue Strasse auch keine Entlastung für die Gemeinde Sisikon. Wenn die alte Axenstrasse trotz der neuen Tunnels im gleichen Ausbaustandard erhalten bliebe, so werde der Alpenschutzartikel in der Bundesverfassung verletzt, monieren die Umweltorganisationen

Sie glauben, dass die neue Strasse später sogar auf vier Spuren ausgebaut werden könnte. Dies würde einen neuen Gotthard-Zubringen und eine regelrechte Verkehrslawine für die ganze Region bedeuten, heisst es in einer Mitteilung.

Unterschriftensammlung für eine Initiative gegen die Strasse

Im Kanton Schwyz läuft bereits eine Unterschriftensammlung gegen die neue Axenstrasse. Auch hier befürchten die Initianten einen massiven Mehrverkehr durch die ausgebaute Strasse.

Ab 2017 soll zwischen Ingenbohl SZ und Sisikon UR eine neue, knapp acht Kilometer lange Strasse gebaut werden. Das Projekt sieht zwei neue Tunnels und dazwischen einen kurzen offenen Hangabschnitt vor. Die Eröffnung ist für 2025 vorgesehen.

Audiofiles

  1. Viele Einsprachen gegen neue Axenstrasse. Audio: Lukas Keusch