Luzerner Staatsanwaltschaft hat viel zu tun

Neue Abteilung für die Bekämpfung von Wirtschaftsdelikten soll helfen

Die Büros der Luzerner Staatsanswaltschaft an der Zentralstrasse in Luzern.

Die Luzerner Staatsanwaltschaft hatte im vergangenen Jahr rekordmässig viel zu tun. Insgesamt wurden rund 49'000 Fälle bearbeitet. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Zunahme von rund 4 % oder 1'900 Fällen.

Zu wenig Ressourcen

Laut Oberstaatsanwalt Daniel Burri seien vor allem zu wenige Ressourcen vorhanden, um die Anzahl Fälle tief halten zu können. Deshalb will man jetzt eine neue Abteilung für die Bekämpfung von Wirtschaftsdelikten gründen. Bei diesen sei nämlich ein klarer Trend nach oben zu erkennen. Ebenfalls entstehe bei der Bearbeitung dieser Fälle ein enormer Zeitaufwand. Die neue Abteilung soll im Jahr 2016 eingeführt werden.

Mehr als die Hälfte sind Verkehrsdelikte

Rund 55 % aller Fälle betrafen Verletzungen des Strassenverkehrsgesetzes. Laut Oberstaatsanwalt Burri sei der Grund schlicht und einfach, dass es mehr Verkehr gäbe. Allerdings würde die Polizei mehr Kontrollen machen, was mehr Fälle verursache.

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  1. Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat viel zu tun. Audio: Marco Zibung