TCS übt scharfe Kritik am Gesamtverkehrskonzept

Einseitige Benachteiligung der Autofahrer

Vertreter von Verkehrsverbänden an der TCS Medienkonferenz

Das im Mai vorgestellte Gesamtverkehrskonzept von Stadt und Agglomeration Luzern (GVK) sorgt für rote Köpfe. Laut dem Touring Club Schweiz (TCS) der Kantone Luzern, Ob- und Nidwalden entwickelt sich die Verkehrspolitik der Stadt Luzern in die falsche Richtung.

Massnahmen zu Lasten der Autofahrer

Kurz vor Ende der Vernehmlassungsfrist für das neue Gesamtverkehrskonzept zieht der TCS über das neue Gesamtverkehrskonzept her. Im Planungsgremium seien die Interessen der Autofahrer nur unzureichend vertreten. "Der motorisierte Individualverkehr (MIV) wird mit verschiedenen Massnahmen immer mehr aus dem Stadtzentrum verdrängt. Auch der TCS unterstützt einen intakten und gut ausgebauten öffentlichen Verkehr (ÖV). Dieser darf aber nicht einseitig und ständig zu Lasten des MIV gefördert werden", teilte der TCS mit.

Auch der Luzerner Gewerbeverband schiesst scharf gegen das Konzept. Die vorgeschlagenen Instrumente wie Dosierungen, Priorisierungen und Verlagerungen gingen einseitig zu Lasten des MIV.

Lösungsansatz "Grosskreisel Neustadt"

Darüber hinaus vermisst der TCS beim Gesamtverkehrskonzept innovative Lösungsansätze und den  "Blick über den Tellerrand". Diesen brauche es, um die künftigen Herausforderungen der Luzerner Verkehrspolitik nachhaltig anzugehen. In eine solche Richtung gehe das Projekt "Grosskreisel Neustadt", das der TCS von externer Stelle beurteilen liess. "Ein Vorteil einer neuen Verkehrsführung wäre, dass der Verkehr entflechtet würde, sodass MIV, öV und Langsam-Verkehr gleichermassen profitieren würden. Konflikte an Kreuzungen würden entschärft und der Verkehrsfluss verbessert", wird Sektionspräsident Peter Schilliger in der Mitteilung zitiert.

Audiofiles

  1. Beitrag Verkehrsverbände kritisieren das Gesamtkonzept. Audio: Caspar van de Ven