Luzerner Polizei zieht durchwachsene Jahresstatistik 2015

Leichte Zunahme bei den Verkehrsunfällen, weniger Kriminaldelikte

Adi Achermann, Kommandant der Luzerner Polizei Justiz- und Sicherheitsdirektor des Kantons Luzern, Paul Winiker

Bei der Kriminalstatistik zeigt sich bei den Delikten eine durchzogene Bilanz. Einige Deliktgruppen haben markant zugenommen, andere verzeichnen einen Rückgang. Erfreulich ist die Abnahme bei den Gewaltdelikten und der Jugendkriminalität. Die Verkehrsunfälle haben im Zuge zunehmender Mobilität zugenommen. Es wurden gegenüber dem Vorjahr mehr Tote und Verletzte registriert.
 
Kriminalstatistik
Im Jahr 2015 hatte sich die Luzerner Polizei mit total 26'731 Straftaten zu befassen. Gewaltdelikte, Diebstähle und Raubdelikte haben zum Teil deutlich abgenommen. Demgegenüber ist bei den Betrugsdelikten, Erpressungen und Ehrverletzungen ein signifikanter Anstieg feststellbar. Es zeigt sich, dass klassische (physische) Delikte abnehmen und Straftaten, welche über das Internet begangen werden zunehmen.
Die Vermögensdelikte haben um 11 % abgenommen. Dazu beigetragen haben dürfte eine mittels Kampagnen erreichte höhere Sensibilität der Bevölkerung für Schutzmassnahmen vor Einbrüchen und die erhöhte Präsenz der Polizei zu neuralgischen Zeiten und an Brennpunkten. Die Betäubungsmitteldelikte stiegen 2015 deutlich an (+37 %). Ebenso stieg die Anzahl hängiger Wirtschaftsdelikte. Erfreulich ist ein historisches Tief bei der Jugendkriminalität.
 
Verkehrsstatistik
Die Auswertung bei den Verkehrsdelikten zeigt ein Abbild der zunehmenden Mobilität. Die Zahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % an, dabei wurden 4 % mehr Verletzte registriert. Der immer dichter werdende Verkehr wiederspiegelt sich auch bei den Unfallursachen. So ist bei den Auffahrunfällen eine leichte Zunahme feststellbar. Unfälle unter Alkoholeinfluss sind leicht rückläufig, während solche unter Drogeneinfluss steigen.
Von Bedeutung ist, dass die Anzahl von 15 Verkehrstoten deutlich über den Werten der Vorjahre lag.