Verzögerung bei SBB-Streckenausbau in Walchwil

Bauarbeiten sollen frühestens 2017 beginnen

SBB-Familienwagen: Hier können die Kinder während der Reise spielen.

Beim geplanten Ausbau der SBB-Strecke zwischen Zug und Arth-Goldau gibt es Verzögerungen von mindestens einem Jahr. Grund sei eine Einsprache von privater Seite, wie die SBB mitteilten.

Entlang der Ostseite des Zugersees sind eine Komplettsanierung und ein Doppelspurausbau beim Bahnhof Walchwil vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen wegen des Rechtsstreits nun frühestens Ende 2017 beginnen. Ursprünglich war der Baubeginn für Ende des laufenden Jahres vorgesehen, wie die SBB mitteilten.

Nachdem das Bundesamt für Verkehr (BAV) im August 2015 die Baubewilligung für das Projekt Zugersee Ost erteilt hatte, ging von privater Seite eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Ein Antrag der SBB um Entzug der aufschiebenden Wirkung wurde vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesen.

Gotthard-Basistunnel nicht betroffen

Da ungewiss ist, wie lange das Hauptverfahren dauert, haben die SBB in Absprache mit dem BAV entschieden, Streckensperre und Baubeginn zu verschieben. Weder die Inbetriebnahme des Gotthard- noch die des Ceneri-Basistunnels sind von der Verschiebung betroffen, wie es in der Mitteilung heisst. Die vorgesehene Streckensperrung zwischen Zug-Oberwil und Arth-Goldau beginnt frühestens Ende 2017. Bis zum tatsächlichen Baubeginn wird im Fernverkehr auf die Umleitung über Rotkreuz verzichtet.