Uri soll für 115 Millionen Franken ein neues Spital erhalten

Das Urner Stimmvolk entscheidet am 24. September

Das Urner Kantonsspital soll für 115 Millionen Franken um- und neugebaut werden.

Das Urner Stimmvolk entscheidet am 24. September über die Realisierung des grössten Hochbauprojekts des Kantons, den 115 Millionen Franken teuren Um- und Neubau des Kantonsspitals. Ende 2022 sollte es bezugsbereit sein.

Beim geplanten Um- und Neubau ist vorgesehen, dass das heutige Spitalgebäude aus dem Jahr 1963 durch einen vierstöckigen Neubau ersetzt wird. Der heutige Bettentrakt sowie der Verbindungsbau werden zurückgebaut. Der Anbau von 1997 wird saniert.

Im Innern entstehen drei Operationssäle und zwei Pflegestationen mit insgesamt 80 Betten in Ein- und Zweibettzimmern sowie eine Frauenklinik mit Geburtsabteilung. Weiter wird ein Ambulatorium eingerichtet, in dem Fachärzte enger zusammenarbeiten können.

Geld des Kantons ist eine Vorfinanzierung
Der Kanton trägt die 115 Millionen Franken im Sinne einer Vorfinanzierung. Denn das Kantonsspital bezahlt die Investition mit einer jährlichen Nutzungsgebühr von zirka 4,5 Millionen Franken. Stimmt das Volk dem Kredit zu, sollen die Bauarbeiten im Frühling 2019 starten. Läuft alles nach Plan, könnte der Neubau 2022 bezugsbereit sein. Das gesamte Projekt sollte Ende 2024 fertig sein.

Das Urner Parlament hiess den Baukredit mit 57 gegen 3 Stimmen gut. Es hielt die Notwendigkeit für ein neues Spital zur Gesundheitsversorgung in Uri für unbestritten. Kritisiert wurden allerdings die Kosten des Projekts.

Das Urner Stimmvolk entscheidet am 24. September 2017.

Audiofiles

  1. Die Urner entscheiden über die Neu- und Ausbaupläne des Spitals. Audio: Philipp Breit