Klares Nein zu günstigem Wohnraum

Luzerner Kantonsparlament lehnt SP-Initiative ab

Die neuen Genossenschafts-Wohnungen der ABL im Weinbergli

Bezahlbarer Wohnraum soll vom Kanton Luzern nicht zusätzlich gefördert werden. Das Kantonsparlament lehnt die Volksinitiative „Zahlbares Wohnen für alle“ klar ab.

Eingereicht hatte die Initiative die SP. Sie verlangt unter anderem, dass jährlich rund 11 Millionen Franken in einen Fonds einbezahlt werden. Mit diesem Geld sollen Wohnbau-Genossenschaften unterstützt werden.

Für CVP-Kantonsparlamentarierin Marlis Roos eine überflüssige Forderung: „Die Initiative geht weder den Ursachen auf den Grund, noch löst sie bestehende Probleme.“ Auch die anderen bürgerlichen Parteien lehnten die Initiative klar ab.

"Die Regierung tut so, als ob es das Problem nicht gäbe."

Die SP, welche die Initiative eingereicht hatte, sparte nicht mit Kritik. SP-Kantonsrätin Yvonne Zemp konnte nicht verstehen, dass die Initiative auf Ablehnung stösst: „Es geht hier um eines der dringendsten Probleme der Luzerner Bevölkerung. Und die Regierung tut fast so, als ob es das Problem gar nicht gäbe.“

Am Schluss lehnte das Luzerner Kantonsparlament die Initiative mit 88 zu 23 Stimmen ab. Das letzte Wort zur Initiative hat das Luzerner Stimmvolk.