Zug stellt Kulturlastenausgleich in Frage

Von einem Austritt wären auch Luzerner Kultureinrichtungen betroffen

Das KKL Luzern: Das Vorzeige-Objekt der Luzerner Kultur.

Das Zuger Kantonsparlament stellt den Kulturlastenausgleich mit den Kantonen Zürich und Luzern in Frage. Eshat am Donnerstag einen Vorstoss der SVP überwiesen, welcher ein Ende dieser Zahlungen fordert. 

Mit rund 2,2 Millionen Franken pro Jahr unterstützt der Kanton Zürcher Kulturangebote wie etwa das  Opernhaus, das Schauspielhaus und die Tonhalle. In Luzern sind es das KKL, das Theater und das Sinfonieorchester. Dies soll ein Ende haben, sagt die SVP. Die Zuger Bevölkerung müsse wegen der Sparmassnahmen einen markanten Leistungsabbau hinnehmen. Da sei es unklug, gleichzeitig Gelder nach Zürich und Luzern zu schicken, um die dortige Kulturszene zu unterstützen, argumentierte die SVP. Zudem sei der Nutzen für die Zuger zu gering. Es gebe gar kein echtes Bedürfnis nach Kulturangeboten in Luzern und Zürich, so die Partei weiter.

Zuger Regierung muss nun Vorlage ausarbeiten

Diskutiert wurde über den Vorstoss nicht. Er wurde stillschweigend überwiesen. Die Zuger Regierung hat nun ein Jahr Zeit, eine Gesetzesvorlage zu erarbeiten. Für die definitive Abschaffung braucht es dann eine erste und eine zweite Lesung im Parlament. Sicher ist das Ende der Kulturzahlungen somit noch lange nicht.

Vorbild für die Zuger SVP ist der Kanton Schwyz. Dieser entschied Ende September an der Urne, aus dem Kulturlasten-Konkordat auszutreten.