Lungenentzündung tötet mehr Kinder als jede andere Krankheit

Kinderhilfswerk "Save the Children" fordert Regierungen zum Handeln auf

Lungenentzündung tötet mehr Kinder als jede andere Krankheit.

Durch keine Krankheit sterben mehr Kinder als durch eine Lungenentzündung. Besonders in den ärmsten Ländern der Welt fordern Lungenentzündungen viele Todesopfer. Darauf macht das Kinderhilfswerk «Save the Children» in seinem Bericht «Der Kampf um jeden Atemzug» aufmerksam. 

Durch Lungenentzündung sterben weltweit mehr Kinder als durch jede andere Krankheit - mehr als durch Malaria, Durchfallerkrankungen und Masern zusammen. Dass sich viele dessen in der Schweiz nicht bewusst sind, liegt wohl daran, dass 99 Prozent aller Todesfälle durch Lungenentzündung bei Kindern im Alter unter fünf Jahren in den ärmsten Ländern der Welt vorkommen. Das liegt in erster Linie daran, dass die Familien keinen Zugang zu Impfstoffen und Antibiotika haben - trotz der Tatsache, dass die Behandlung nur knapp 40 Rappen kosten würde. 

Regierungen müssen handeln

Gemäss dem Bericht von «Save the Children» hat sich die Zahl der Todesfälle von 2000 bis 2015 fast halbiert. Dennoch würden weltweit zu viele Kinder an Lungenentzündungen sterben. «Save the Children» appellierte daher an Staats- und Regierungschefs, die Bekämpfung von Lungenentzündungen oben auf die politische Tagesordnung zu setzen. Die Preise für Impfstoffe sollen weiter gesenkt werden und das lebensrettende Antibiotika müsse überall und jederzeit verfügbar sein.