Luzerner Kriminalgericht verurteilt Brandstifter

Der 25-jährige Kosovare hatte ein Auto angezündet

Autobrand (Symbolbild)

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen 25-jährigen Mann wegen Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der junge Mann aus dem Kosovo hatte in einer Tiefgarage in Willisau ein Auto angezündet.

Die Tat geschah am Silvesterabend 2014 in Willisau. In der Tiefgarage eines Wohnquartiers setzte der heute 25-Jährige in der Region wohnhafte Kosovare seinen geleasten BMW X5 im Wert von 99'000 Franken in Brand. Dadurch wollte er die automatische Auflösung des Leasingvertrages erreichen und sich von den Verpflichtungen, die Leasingraten weiterhin zu bezahlen, befreien. Der junge Mann war bei der Leasingfirma mit über 50'000 Franken verschuldet. Ausserdem war er mit den Leasingzahlungen im Rückstand und hatte die jährliche Kilometerleistung um 10'000 Kilometer überschritten.

Der Plan des Angeklagten misslang jedoch gründlich. Das Feuer weitete sich auf zwei benachbarte Fahrzeuge aus. Sämtliche weitere Fahrzeuge und Gegenstände in der betroffenen Tiefgarage erlitten starke Russ- und Rauchschäden. Auch die Treppenhäuser der mit der Tiefgarage verbundenen Mehrfamilienhäuser wurden verrusst und verraucht. 13 Personen mussten mit Verdacht auf Rauchvergiftungen kontrolliert werden. Der Sachschaden betrug mindestens eine halbe Million Franken.

Vom Vorwurf des Versicherungsbetrugs ist der Angeklagte wegen einem Verfahrensfehler freigesprochen worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann noch an das Luzerner Kantonsgericht weitergezogen werden. Von der ausgesprochenen Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten sind acht Monate unbedingt. Die restlichen 22 Monate muss der Verurteilte nur absitzen, wenn er sich innert der zweijährigen Probezeit nicht bewährt.