Radikalisierung soll stärker und früher bekämpft werden

Die Schweizer Behörden haben einen Aktionsplan präsentiert

Terrorismus (Symbolbild)

Bund, Kantone und Gemeinden wollen gemeinsam gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus vorgehen. Vertreter haben dazu einen nationalen Aktionsplan mit total 26 Massnahmen präsentiert.

Bund, Kantone und Gemeinden wollen Radikalisierung und Extremismus in der Schweiz stärker und früher bekämpfen. Der Austausch von Informationen und Wissen soll unter den Behörden verbessert werden. Vertreter haben dabei einen fünfjährigen Aktionsplan mit 26 Massnahmen vorgestellt. Justizministerin Simonetta Sommaruga hob die Bedeutung der Prävention hervor. "Wer Terrorismus verhindern will, darf nicht warten, bis er da ist. Er muss vorher ansetzen", sagte sie am Montag vor den Medien in Bern.

Mehr Beratungsstellen und Weiterbildungen

Deshalb soll es in mehreren Städten mehr Fach- und Beratungsstellen zum Thema geben. An diese könnten sich Behörden wenden, aber auch Angehörige von Personen, die sich radikalisieren. Zudem sollen zum Beispiel auch Lehrpersonen, Sozialarbeiter oder Verantwortliche in Kultur- und Sportvereinen weitergebildet werden, um unerwünschte Entwicklungen früh zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Audiofiles

  1. Aktionsplan für die Bekämpfung von Radikalisierung. Audio: Bundeshauskorrespondent Matthias Strasser