70'000 Schweizer Logins und Passwörter gestohlen

Hier könnt ihr überprüfen, ob ihr auch betroffen seid

Internet-Kriminalität (Symbolbild)

Unbekannte haben rund 70'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten gestohlen. Die Melde- und Analysestelle des Bundes (Melani) stellt ein Checktool zur Verfügung, mit dem Nutzer überprüfen können, ob sie betroffen sind oder nicht.

Update: Wie die Meldestelle des Bundes heute (7.12.2017) mitteilt, wurden die Zugangsdaten beim Anbieter "dvd-shop.ch" gestohlen. 

Die Bundesstelle "Melani" hat die Liste wie bereits im vergangenen August, als der Diebstahl von 21'000 Zugangsdaten zu Internet-Diensten bekannt geworden war, aus einer vertraulichen Quelle erhalten. Das geht aus einer Mitteilung vom Dienstag hervor. Die Liste enthalte Zugangsdaten, bestehend aus Login und Passwort. In vielen Fällen bestehe der Benutzername der betroffenen Zugangsdaten aus der E-Mail-Adresse. Verwenden Internet-User bei solchen Logins für verschiedene Online-Portale dasselbe Passwort, ermögliche dies potenziellen Tätern auf einfache Weise, diese Zugangsdaten für illegale Zwecke wie Betrug, Erpressung, Phishing und anderes zu missbrauchen, schreibt Melani.

Überprüfung mit einem Checktool

Melani rät Personen und Unternehmen, über das Checktool zu überprüfen, ob sie selber betroffen sind. Sollte ein Konto betroffen sein, gebe das Checktool eine entsprechende Meldung aus. Für diesen Fall rät Melani, umgehend das Passwort sämtlicher Online-Konten, die mit der betroffenen E-Mail-Adresse respektive dem Benutzernamen verknüpft sind, zu ändern.

Betroffene sollen Bekannte darüber informieren

Die Bundesstelle empfiehlt Betroffenen zudem, alle in den E-Mail-Kontakten aufgeführten Personen darüber zu informieren, dass sie beim Empfang von E-Mails mit dem betroffenen Absender vorsichtig sein und im Zweifelsfall rückfragen sollten.

Zudem sollten vom Datendiebstahl betroffene Internetbenutzer in den kommenden Wochen jegliche Art von Kontoauszügen und Kreditkartenabrechnungen auf Unregelmässigkeiten überprüfen.