Russland von Olympischen Spielen ausgeschlossen

Dies aufgrund des staatlich organisierten Dopingsystems

Doping (Symbolbild)

Lange wurde darüber diskutiert - nun ist es definitiv entschieden: Das Internationale Olympische Komitee IOC hat Russland von den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang in Südkorea ausgeschlossen.

Dennoch bleibt für russische Athletinnen und Athleten eine Hintertür offen. Russische Sportler, die nachweisen können, dass sie sich an einem unabhängigen Testprogramm unterworfen haben, dürfen unter olympischer Flagge starten. Der Internationale Leichtathletik-Verband wendet dieses System bereits an. Die IAAF schloss Russland bereits vor den
Sommerspielen 2016 in Rio aus und lässt seither vereinzelte Athleten unter neutraler Flagge starten. Ob russische Sportler allerdings ohne Flagge und Hymne an den Start gehen werden, ist fraglich. Im Vorfeld der Entscheidung waren in Russland für diesen Fall bereits Rufe nach einem Boykott laut geworden. Russland kann vor dem Internationalen Sportgerichtshof noch einen Einspruch einlegen.

Schwarze Vergangenheit durch staatlich organisiertes Dopingsystem

Das IOC bestrafte damit das seiner Ansicht nach staatlich orchestrierte Dopingsystem in Russland, das bei den Winterspielen in Sotschi vor vier Jahren seinen Höhepunkt erfahren hatte. Mithilfe des Geheimdienstes wurden zahlreiche Dopingproben von russischen Sportlern ausgetauscht. Das IOC hat bislang 25 Sotschi-Teilnehmer lebenslang gesperrt und Russland elf Medaillen, darunter vier goldene, aberkannt.