Kein Prozess: "Affäre" Spiess-Hegglin aussergerichtlich geeinigt

Jolanda Spiess-Hegglin und Markus Hürlimann verzichten auf eine weitere Gerichtsrunde

Jolanda Spiess-Hegglin hat sich bereit erklärt, sich künftig in keiner Weise mehr über den Vorfall zu äussern. SVP-Politiker Markus Hürlimann zieht sämtliche Strafanträge zurück.

Die «Affäre» rund um Jolanda Spiess-Hegglin und Markus Hürlimann wird nicht weiter vor Gericht verhandelt. Wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden mitteilen, hätten sich die beiden aussergerichtlich geeinigt.

Eigentlich hätte der Fall im April noch einmal aufgerollt werden sollen. Das Verfahren beim Strafgericht des Kantons Zug war bereits angesetzt. Doch nun ist klar, es kommt zu keiner neuen Verhandlung, denn die Beiden haben sich aussergerichtlich geeinigt. Damit wollen sie einen definitiven Schlussstrich unter die Geschehnisse im Nachgang zur Zuger Landammannfeier 2014 ziehen. Markus Hürlimann war im Zuge der Untersuchung in Verdacht geraten, Jolanda Spiess-Hegglin mit KO-Tropfen betäubt und sexuell missbraucht zu haben. Diese Vorwürfe stritt Hürlimann stets vehement ab.

In der aussergerichtlichen Einigung hat sich Jolanda Spiess-Hegglin im Wesentlichen vorbehaltlos und uneingeschränkt dazu verpflichtet, sich ab sofort in keiner Weise mehr so zu äussern, dass daraus bei Dritten irgendwelche Vermutung entstehen oder impliziert werden kann, dass sie je Opfer eines strafbaren Verhaltens, begangen durch Markus Hürlimann, geworden sein könnte. Im Gegenzug hat Markus Hürlimann sämtliche gestellten Strafanträge betreffend mehrfacher, übler Nachrede und mehrfacher Verleumdung vorbehaltlos zurückgezogen.

Aufgrund dieser neuen Ausgangslage wird das Gericht das Verfahren mit Bezug auf die Tatvorwürfe der mehrfachen üblen Nachrede und Verleumdung einstellen.

Damit soll unter die ganze «Affäre» nun einen definitiven Schlussstrich gezogen werden.