Luzerner Gericht verurteilt Kokaindealer zu 3,5 Jahren Haft

Verurteilter wollte Beweise mit Auto überfahren und vernichten

Kokain (Symbolbild)

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen mutmasslichen Drogendealer zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Der 39-Jährige soll fast ein Kilogramm Kokaingemisch vorübergehend in seinem Besitz gehabt und zum Verkauf angeboten haben. 

Das Gericht verurteilte den Beschuldigten wegen mehrfacher und teils schwerer Widerhandlungegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren gefordert, die Verteidigung eine teilbedingte von 26 Monaten und hat bereits Berufung gegen das Urteil eingereicht. 

Der Beschuldigte gestand gemäss des Urteils, 2014 und 2015 drei Mal total 400 Gramm Kokain von Lieferanten angenommen zu haben, um es weiter zu verkaufen. Einen Teil des Kokains konnte die Polizei beim Beschuldigten sicherstellen. Die Polizei fand 2015 in der Garage des Beschuldigten über 440 Gramm Kokain, das in einem Lautsprecher versteckt war. Der Beschuldigte gab an, den Lautsprecher für einen Kollegen aufbewahrt zu haben und nichts von dem Kokain gewusst zu haben. Das Gericht schenkte dieser Erklärung aber keinen Glauben.

Kokain rückwärts überfahren

2016, noch während der Untersuchungen zu diesen Fällen, geriet der Beschuldigte mit seinem Auto in eine Polizeikontrolle. Dabei soll er ein Säckchen mit über 100 Gramm Kokain aus dem Fenster geworfen haben. Anschliessend soll er beim Rückwärtsfahren in einer auffälligen Schlangenlinie das Säckchen absichtlich überfahren haben. Der Beschuldigte bestritt dies, überzeugte aber auch hier das Gericht nicht. Er gab aber zu, zwei Mal Kokain konsumiert zu haben.

Quelle: sda