Wallis sagt Nein zu Olympia 2026

Damit ist das Projekt "Sion 2026" vom Tisch

Skulptur vor dem IOC-Hauptquartier in Lausanne

Aus für die Olympia-Kandidatur "Sion 2026": Fast 54 Prozent der Stimmenden im Kanton Wallis haben eine Kostenbeteiligung an der Organisation der Winterspiele abgelehnt.

71'579 Stimmberechtigte sagten am Sonntag im Kanton Wallis Nein zum 100-Millionen-Kredit, 61'019 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urne. Damit lag der Nein-Stimmenanteil bei 53,98 Prozent, der Ja-Stimmenanteil betrug lediglich 46,02 Prozent. Einzig im Oberwallis fand der Kredit mit einem Ja-Stimmenanteil von 51 Prozent Zustimmung, wobei der Hauptort Brig mit 57 Prozent ebenfalls Nein sagte. Die Kantonshauptstadt Sitten (Sion) als geplante Gastgeberstadt verwarf die Kostenbeteiligung mit 61 Prozent. Aber auch Zermatt (54 Prozent), Siders (57 Prozent) und Martigny (61 Prozent) sagten Nein zur finanziellen Unterstützung.

Im Unterwallis war die Ablehnung mit 57 Prozent am stärksten, aber auch das Mittelwallis wollte mit einem Nein-Stimmenanteil von 51 Prozent nichts von Olympischen Winterspielen "Sion 2026" wissen. Die Stimmbeteiligung betrug 62,6 Prozent. Der Nein-Trend hatte sich in den Umfragen bereits abgezeichnet. Mit dem Nein des Kantons Wallis ist die Westschweizer Kandidatur "Sion 2026" gescheitert. Die Wettkämpfe sollten in den Kantonen Wallis, Waadt, Freiburg, Bern und Graubünden stattfinden.

Der Bundesrat hatte dem Parlament beantragt, das Projekt "Sion 2026" mit bis zu 994 Millionen Franken zu unterstützen. Das Kandidatur-Dossier sollte bis Anfang 2019 beim Internationalen Olympischen Komitee IOC eingereicht werden. Die Vergabe erfolgt im September 2019 in Mailand. Für die Austragung der Winterspiele 2026 interessierten sich noch sechs weitere Kandidaten: Calgary (Kanada), Cortina d'Ampezzo/Mailand/Turin, Graz, Sapporo, Stockholm und Erzurum in der Türkei. Die nächsten Winterspiele finden 2022 in Peking statt.

(Quelle: sda)

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  1. Aus für Sion 2026. Audio: Giulia Jung