Roger Federer steht in Halle im Final

Bereits der 12. Final für Federer in Halle

Roger Federer

Roger Federer steht beim Rasenturnier in Halle im Final. Der Schweizer bezwang den US-Qualifikanten Denis Kudla 7:6 (7:1), 7:5. Im Kampf um den Turniersieg, der Federer auch in den kommenden drei Wochen die Nummer-1-Postion im Ranking sichern würde, trifft der Baselbieter auf den Spanier Bautista Agut oder den Kroaten Bora Coric.

Der Qualifikant Kudla, bloss die Nummer 109 im Ranking, hatte sich das Duell gegen Federer mit fünf Zweisatz-Siegen in Halle verdient. Allerdings musste er keine Hochkaräter aus dem Weg räumen. Gleichwohl: Seine mit wenig Drall geschlagenen Backhand-Bälle oder die – trotz seiner für Tennisspieler geringen Grösse (180 cm) - effektiven Aufschläge, machten auch Federer das Leben schwer. Dabei hatte sich der Schweizer nach den Duellen mit Serve-and-Volley-Spielern noch auf das Grundlinien-Duell gefreut. Doch Kudla gab oft den Ton an. Der Amerikaner erarbeitete sich insgesamt 7 Breakbälle, Federer nur deren 3. Aber in den entscheidenden Situationen war der Schweizer besser. Im zweiten Umgang befreite sich der 36-Jährige bis zum 5:5 mehrmals aus kritischen Situationen, ehe das Break gelang.

Federer unter Druck

Auch der 1. Satz hatte sich komplizierter gestaltet als erwartet. Kudla machte den 0:2-Rückstand umgehend wett und liess danach bei eigenem Aufschlag nichts mehr anbrennen. Doch im Tiebreak (7:1) kam der Klassenunterschied deutlich zum Vorschein. Federer spielte in Bedrängnis eine sensationelle Vorhand, mit genialen Spielzügen konstruierte er sehenswerte Punkte, er schlug Asse und profitierte auch davon, dass Kudlas Volley fehleranfällig ist.

Federer muss das Turnier in Halle gewinnen, sofern er als Nummer 1 nach Wimbledon reisen will. Es wäre sein 99. Titel auf der Tour und der 10. in Halle bei 12 Finalteilnahmen.