Küssnacht: Pfarrer hat mehr Schulden

Fast 1,5 Millionen Franken Schulden soll der freigestellte Pfarrer haben

Die Pfarrkirche in Küssnacht am Rigi.

Der freigestellte Pfarrer in Küssnacht hat noch mehr Schulden als bisher angenommen. Wie die Luzerner Zeitung berichtet, hätten sich nicht wie ursprünglich vom Kirchenrat angenommen mehrere Hunderttausend Franken Schulden angehäuft, sondern knapp 1,5 Millionen. 

Diese Information gehe aus einem Schreiben des Anwaltes an die Gläubiger hervor, berichtet die Luzerner Zeitung. Der spielsüchtige Pfarrer war Ende Juni freigestellt worden, weil er von Pfarrei-Mitgliedern um Geld für Hilfsprojekte bat. Dieses aber dann teilweise für die Tilgung seiner Schulden brauchte. Rund 50 Personen liehen dem Pfarrer Geld, teilweise bis zu 50'000 Franken, berichtete die "Sonntagszeitung" bereits am Wochenende. Einige der Involvierten könnten jetzt eine Strafanzeige einreichen, hiess es im Bericht.

Unterstützung in Küssnacht ist gross

Dem ehemaligen Pfarrer kommt in Küssnacht noch immer viel Sympathie entgegen. Im Internet wurden bisher von Bürgerinnen und Bürger fast 14'000 Franken zur Schuldentilgung des Pfarrers gesammelt.