Jeder zweite Fisch auf Teller aus Zucht

Grund dafür ist die Überfischung der Weltmeere

Fische (Symbolbild)

Jeder zweite Fisch welcher heute auf dem Teller landet kommt aus der Zucht. Dies zeigt ein Bericht der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen. Grund dafür ist die Überfischung der Weltmeere. 

Die Menschen essen mehr Fisch - aber viele Bestände in den Meeren sind am Limit. Daher kommen Fische für den Konsum zunehmend aus der Zucht, wie aus einem Bericht der UN-Ernährungs- und Agrarorganisation FAO hervorgeht. 2016 kam weltweit etwa jeder verzehrte Fisch aus der Zucht. Grund dafür ist die Überfischung der Weltmeere. 

Ein Drittel aller Arten überfischt

Über ein Drittel der 2015 genutzten und von der FAO analysierten Fischarten sind überfischt. Das bedeutet, dass mehr Fische gefangen werden als nachwachsen. Spitzenreiter ist dabei das Mittelmeer, wo laut FAO mehr als 62 Prozent der Bestände überfischt sind. Weltweit gesehen stünden rund 60 Prozent gerade an der Grenze zur Überfischung. Das Problem ist klar: Zum einen sei die Verschmutzung der Meere und der Klimawandel schlecht für die Fische, zum anderen seien viel zu viele Fischfangflotten unterwegs. 

Fischkonsum steigt weiter an

Während die Fänge konstant oder rückläufig sind, steigt der Fischkonsum weiter an. 2016 lag er pro Kopf bei über 20 Kilogramm. Doppelt so viel wie noch in den 1960er-Jahren. Um den Fischhunger zu stillen, breitet sich die Fischzucht weiter aus, vor allem in Afrika. Allerdings seien die Wachstumsraten nicht mehr ganz so rasant wie noch in den 80er und 90er Jahren, so die FAO.