Schwyzer FDP-Fraktionschef schwer verletzt

Bei der Bootsexplosion verletzten sich zudem seine Frau und Tochter

Dominik Zehnder, Schwyzer FDP-Fraktionschef, verletzte sich beim Unglück schwer.

Der Chef der Schwyzer FDP-Fraktion, Dominik Zehnder, hat sich bei einer Bootsexplosion auf dem Zürichsee bei Bäch SZ schwere Brandverletzungen zugezogen. Nach vier Tagen auf der Intensivstation und mehreren Operationen befindet er sich nun auf dem Weg der Besserung.

Der Heilungsprozess dürfte sich noch etwas hinziehen, schreibt die FDP-Fraktion des Kantons Schwyz in einer Mitteilung. Der Unfall selbst hatte sich bereits am 20. September ereignet. Erst jetzt aber wurde bekannt, dass der 55-jährige Zehnder zum Zeitpunkt der Explosion mit seiner Frau und einem seiner drei Kinder an Bord war. Am
Donnerstag nämlich berichteten der "Bote der Urschweiz" und die "Luzerner Zeitung" über den schwer verletzten Fraktionschef.

Dieser aber sei überzeugt, dass er "in Bälde" seine Tätigkeit und sein Fraktionspräsidium im Kantonsrat wieder "in alter Frische" übernehmen könne, schreibt die Fraktion in der Mitteilung weiter. Bei der Explosion kurz vor 20 Uhr zogen sich nicht nur Zehnder, der Bootsführer, sondern auch seine 18-jährige Tochter und seine Frau Brandverletzungen zu.

Explosionsursache nach wie vor unklar

Die Tochter musste wegen mittelschweren Verbrennungen ebenfalls auf der Intensivstation des Universitätsspitals Zürich behandelt und danach zwei Tage überwacht werden. Zehnders Frau erlitt leichte Brandverletzungen und konnte ambulant behandelt werden. Warum es an diesem Abend zur Explosion kam, ist noch unklar. Die entsprechenden Auskunftspersonen seien erst nächste Woche wieder erreichbar, sagte ein Sprecher der Schwyzer Kantonspolizei auf Anfrage von Keystone-SDA.

Am Tag des Unfalls teilte die Polizei mit, dass offenbar nach dem Tanken aus noch ungeklärten Gründen ein Feuer ausgebrochen war. Danach kam es im Motorenraum zur Explosion und das Boot sank. Die drei Personen, die sich an Bord befanden, retteten sich mit einem Sprung ins Wasser. Rund 30 Einsatzkräfte leisteten Hilfe, darunter auch Taucher. Zudem rückte die Seerettung mit drei Booten an.