Karin Keller-Sutter gewählt

Die St. Galler Ständerätin schaffte es auch im ersten Wahlgang

Die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter ist neue Bundesrätin für die FDP. Sie wurde im ersten Wahlgang mit 154 Stimmen gewählt.

Klar und wenig überraschend verlief die Ersatzwahl von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Favoritin Keller-Sutter setzte sich im ersten Wahlgang gegen den Nidwaldner Ständerat Hans Wicki durch. Sie kam auf eine Stimmenzahl von 154 Stimmen, Wicki bekam nur 56 Stimmen. Keller-Sutter galt praktisch schon als gewählt, als Schneider-Ammann seinen Rücktritt ankündigte. Die 54-jährige St. Gallerin hatte die passende Herkunft, das richtige Geschlecht und den nötigen politischen Rucksack. Auch das politische Profil erwies sich als mehrheitsfähig. Sogar die SP empfahl die ehemalige Asyl-Hardlinierin der St. Galler Regierung zur Wahl.

Zwei neue Bundesrätinnen 

Die Schweiz hat zwei neue Bundesrätinnen. Die Bundesversammlung wählte Karin Keller-Sutter (FDP) und Viola Amherd (CVP) in die Landesregierung. Damit sitzen künftig wieder drei Frauen im Bundesrat. Es ist das erste Mal, das gleichzeitig zwei Frauen in den Bundesrat gewählt werden. Amherd ist die achte Frau in der Landesregierung, Keller-Sutter die neunte. Als siebte Bundesrätin war die amtierende Simonetta Sommaruga gewählt worden.

Zauberformel bestätigt

Der Wahltag hat die geltende Zauberformel bestätigt. Die Verteilung der sieben Bundesratssitze - 2 SVP, 2 SP, 2 FDP, 1 CVP - wurde zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt. Je nach Ergebnis könnte diese Diskussion aber schon nach den Eidgenössischen Wahlen im Herbst 2019 wieder aufflammen.

(Quelle: sda)

Nachfolgend Reaktionen des Nidwaldner Kandidaten Hans Wicki und von weiteren Zentralschweizer Politikern.

Audiofiles

  1. Gewählt ist: Karin Keller-Sutter. Audio: Yanik Probst / Boris Macek