LU: Mehr Selbstanzeigen von Steuerpflichtigen

Einnahmen durch reuige Steuersünder gingen allerdings deutlich zurück

Im Kanton Luzern gab es im vergangenen Jahr wieder viele straflose Selbstanzeigen von Steuerpflichtigen.

Im vergangenen Jahr gab es wiederum viele Selbstanzeigen von Steuerpflichtigen Personen im Kanton Luzern. Trotz mehr Anzeigen sind die Erträge daraus aber deutlich zurückgegangen.

Im Kanton Luzern gab es im vergangenen Jahr 644 Selbstanzeigen von Steuerpflichtigen. Im Vorjahr waren es noch deren 495. Aus diesen Selbstanzeigen gab es 2018 einen zusätzlichen Steuerertrag für Bund, Kanton und Gemeinden von 9,2 Millionen Franken, was wiederum deutlich weniger ist als der Durchschnitt der vorherigen Jahre. Mehr Fälle bei deutlich sinkendem Ertrag – heisst also, dass die durchschnittlichen Einnahmen pro Verfahren klar gesunken sind.

Die meisten Anzeigen betrafen wie in den Vorjahren natürliche Personen, die zum Beispiel Nebenbeschäftigungen, Renten oder insbesondere Erträge nicht meldeten. Weiter schreibt die Luzerner Staatskanzlei in einer Mitteilung, betrafen viele Fälle auch ausländische Geldkonten oder ausländische Liegenschaften.

Eine straflose Selbstanzeige und damit die Möglichkeit einmal im Leben nicht deklarierte Einkommen und Vermögen zu melden, gibt es landesweit seit 2010. Die Steuerpflichtigen müssen dann die Steuer samt Zins zurückzahlen, erhalten aber keine Busse.