LU: Prozess um Ex-Informatik Chef des Kantons vertagt

Die Verteidigung erhielt erneut nicht alle Akten

Der Prozess gegen den ehemaligen Leiter der Dienststelle Informatik des Kantons Luzern verzögert sich weiter. Das bestätigt das Luzerner Kantonsgericht auf Anfrage von Radio Pilatus und Tele 1. Grund dafür sind Akten, welche die Staatsanwaltschaft der Verteidigung nicht vollständig weitergegeben haben soll. 

Der Prozess gegen den ehemaligen Leiter der Dienststelle Informatik des Kantons Luzern hätte bereits anfangs Dezember vor dem Luzerner Kantonsgerichts stattfinden sollen. Auch damals wurde der Prozess verschoben, weil die Verteidigung nicht alle Akten des Falles hatte. Nun vertagt das Kantonsgericht den Prozess nochmals. Auch dieses Mal mit der gleichen Begründung: Der Verteidigung sollen nicht alle Akten zur Verfügung gestellt worden sein. Noch sei nicht klar, wann der Fall nun behandelt wird, teilte das Kantonsgericht auf Anfrage von Radio Pilatus und Tele 1 mit. 

Unberechtigt 300'000 Franken Provisionen bezogen

Dem ehemaligen Leiter der Dienststelle Informatik wird vorgeworfen, über 300'000 Franken Provisionen bezogen zu haben, die ihm nicht zugestanden hätten. Das Luzerner Kriminalgericht hatte den Mann deshalb wegen des Vorwurfs der Bestechung schuldig gesprochen. Die Verteidigung zog das Urteil daraufhin an das Kantonsgericht weiter.