Eichwäldli: Stadt und Hausbesetzer einigen sich

Die Gruppe darf im weniger stark beschädigten Teil des Hauses bleiben

Die Besetzer haben das Haus vorläufig verlassen.

Die Stadt Luzern hat sich mit den Hausbesetzern einer städtischen Liegenschaft am Murmattweg auf einen Kompromiss geeinigt. Das Kollektiv darf im weniger stark einsturzgefährdeten Teil der Liegenschaft wohnen bleiben. Der Mietvertrag war Ende Jahr ausgelaufen.

Die Stadt hatte Sicherheitsbedenken in dem instabilen Gebäude geltend gemacht. Doch die Bewohner - ein Kollektiv mit dem Namen "Familie Eichwäldli" - weigerten sich, das Haus zu verlassen. Daraufhin führte Baudirektorin Manuela Jost Anfang Januar mit ihnen ein Gespräch.

Schlüssel vorerst mal abgegeben

Den Schlüssel für den am stärksten einsturzgefährdeten Teil des Gebäudes haben die Besetzer nun zurückgegeben, teilte die Stadtregierung mit. Im Gegenzug habe man sich bereit erklärt, Gespräche über einen befristeten Nutzungsvertrag für das Wohngebäude aufzunehmen. Dessen vorübergehende Nutzung sei verantwortbar, wenn sich eine begrenzte Anzahl Personen im Gebäude aufhalte, und wenn feuerpolizeiliche und weiteren sicherheitsrelevanten Auflagen eingehalten würden.

Nutzungsvertrag bis Sommer?

Ein allfälliger Nutzungsvertrag wäre auf ein halbes Jahr befristet, hält die Stadt fest. In dieser Zeit will sie in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege eine Gebäudestrategie entwickeln. Bei der Liegenschaft handelt es sich um das 1935 erstellte ehemalige Soldatenhaus. 

(Quelle sda)