Schwägalp: Aufräumarbeiten sind im Gange

Chef der Säntisbahn geht davon aus, dass es keine weiteren Verschütteten gibt

Eine rund 300 Meter breite Lawine ist am Donnerstag auf der Schwägalp niedergegangen. Die Schneemassen verschütteten Autos und drangen ins Hotel Säntis ein. Drei Personen wurden leicht verletzt. Obwohl es keine Vermisstmeldungen gibt, wird weiter nach möglichen Verschütteten gesucht.

Auf der Schwägalp ist am Donnerstagabend gegen 16:30 Uhr eine rund 300 Meter breite Lawine niedergegangen. Die Lawine ist an der nördlichen Steilwand des Säntis losgebrochen. Teile der Schneemassen sind ins Hotel Säntis eingedrungen und haben dort drei Personen leicht verletzt. Sie konnten das Spital wieder verlassen, wie die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden mitteilt. Die Lawinenwarnung wurde inzwischen auf die mittlere Gefahrenstufe "erheblich" gesenkt. 

Vermutlich keine verschütteten Personen

Der Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn, Bruno Vattioni, geht davon aus, dass sich nach der Lawine vom Donnerstag keine verschütteten Personen mehr in den Schneemassen befinden. Obwohl keine Menschen vermisst werden, geht die Suche nach möglichen Verschütteten weiter, sagte der Chef der Säntisbahn am Freitag an einer Medienkonferenz. Die Aufräumarbeiten sollen bald Gewissheit bringen, dass keine weiteren Personen zu Schaden gekommen sind. 

Evakuierungen, Strassensperre und Aufräumarbeiten

Die Hotelgäste, welche die Nacht auf Freitag auf der Schwägalp verbracht hatten, wurden evakuiert und mit Bussen ins Tal gefahren. Bereits in der Nacht sind 75 Hotelgäste und -mitarbeiter ins Tal gebracht worden. Zudem wurde ein Ferienhaus vorsichtshalber evakuiert. Die Zufahrt zum Ferienort bleibt für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Schneeräumungen und Fahrzeugbergungen sind im Gang.

Quelle: sda