Schüler in Nottwil testen Sportarten

Das Gesundheitsprogramm GORILLA will Jugendliche zu mehr Bewegung animieren

Zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler in der Schweiz bewegen sich weniger als eine Stunde pro Tag. Über 17 Prozent sind übergewichtig. Das Projekt GORILLA will dem entgegenwirken. An Sporttagen in Schweizer Schulen sollen die Jugendlichen einen anderen Zugang zu Sport erhalten, so auch in Nottwil.

Breakdance, der brasilianische Kampftanz Capoeira oder Freestyle-Fussball – mit solchen Sportarten will GORILLA begeistern. Ein Team von Instruktoren besucht verschiedene Schulen in der Schweiz und bringt den Schülerinnen und Schülern die Sportarten näher. Am Mittwoch, 13. Februar 2019, war in Nottwil Bewegung angesagt. An Workshops konnten die Sportarten ausprobiert werden.

Denn obwohl es in der Schule einen regulären Sportunterricht gibt, ist Bewegung für viele nicht alltäglich. Eine Stunde Bewegung pro Tag wäre angemessen. In der Schweiz macht das gerade einmal ein Drittel der 11- bis 15-Jährigen. Mit etwas spezielleren Sportarten soll deshalb mehr Interesse geweckt werden. Dazu würden sie auch sonst mehr Wind in die Schulhäuser bringen, sagt die Breakdance-Leiterin Olivia Rufer:

«Uns sieht man nur einmal. Wir kommen an einem Tag hierher und zeigen unser Ding. Das ist sicher noch spannender für die Kinder, als der normale Sportunterricht.»

Neben dem Sport lernen die Kinder auch, welche gesunden Nahrungsmittel sie zum «Znüni» essen können. Der Pausenkiosk weicht der Ernährungspyramide und auf den Teller kommen Vollkornbrot, Gemüse und Hüttenkäse. Neben dem Bewusstsein für den eigenen Körper soll auch jenes für die Umwelt geschärft werden. Die Jugendlichen lernen über Konsum, Recycling und Labels. Aber auch dies wird nicht im Frontalunterricht vermittelt, sondern in verschiedenen Ateliers.

Die Kinder lernen den brasilianischen Kampftanz Capoeira. Die Kinder lernen Breakdance.