So plant der Kanton Luzern die Gebäude-Zukunft

In den nächsten Jahren stehen Neubauten und Erweiterungen im Zentrum

Wie die neuen und die sanierten Gebäude auf dem Campus Horw dereinst aussehen werden, ist heute noch unklar.

Es sind grosse Pläne, die die Luzerner Kantonsregierung für die Zukunft hat. Im Zentrum der Immobilienstrategie für die kommenden Jahre stehen nämlich zwei Projekte für fast eine halbe Milliarde Franken.

An der am Mittwoch vorgestellten Immobilienstrategie des Kantons Luzern standen vor allem zwei Projekte im Zentrum: Einerseits das neue Verwaltungszentrum in Emmenbrücke, andererseits der Ausbau des Hochschul-Campus Horw. Für beide Projekte zusammen rechnet man mit Kosten bis zu einer halben Milliarde Franken. Um dies auch finanzieren zu können, will die Regierung zudem eigenes Bauland und Bauernhöfe verkaufen.

Bis 2025 seien jährlich Neuinvestitionen im Umfang von 25 bis 107 Millionen Franken vorgesehen, wie der Regierungsrat am Mittwoch mitteilte. Priorität geniessen dabei die beiden Grossprojekte, auf welche rund 160 Millionen Franken (Neubau zentrales Verwaltungsgebäude am Seetalplatz in Emmenbrücke) und 333 Millionen Franken (Erneuerung und Erweiterung Campus Horw) fallen.

Zwei Grossprojekte

Das "Zentrale Verwaltungsgebäude am Seetalplatz in Emmenbrücke (ZVSE)" will rund 30 verschiedene Bereiche der kantonalen Verwaltung Luzern mit insgesamt 1'300 Mitarbeitenden neu unter einem Dach zusammenführen. Das eigentliche Bauprojekt steht aber noch ganz am Anfang: Eine Volksabstimmung wird voraussichtlich 2021 stattfinden, ein Einzug ins ZSVE würde frühestens 2025 erfolgen.

Den Hochschulstandort Horw will die Regierung massiv ausbauen. Platzprobleme, steigende Studentenzahlen sowie dringend notwendige Sanierung zwingen die Verantwortlichen zum Handeln. Es soll aber auch die Pädagogische Hochschule Luzern einen Platz auf dem Campus finden - zentralisiert, denn bis heute sind alle elf Standorte verteilt in ganz Luzern.

Dreizehn kleinere Bauprojekte

Zu diesen zwei Grossprojekten kommen noch 13 sekundäre Investitionen hinzu. Zu diesen zählen unter anderem die Erneuerung des Natur-Museums Luzern, die Zentralisierung der Luzerner Polizei in Rothenburg, der Neubau des kantonalen Labors in Rothenburg und die Erweiterungen der Kantonsschulen Sursee und Reussbühl. Diese "kleineren" Projekte gelte es um die beiden Grossprojekte herum anzuordnen.

Neben dem Bauland und Bauernhöfen, dessen Eigentum der Kanton verkaufen möchte, will man auch weniger in die Instandhaltung der Gebäude investieren als in vergangenen Jahren. So wolle man die Finanzierung sicherstellen.

In den nächsten Jahren stehen somit Neubauten und Erweiterungen im Zentrum der Luzerner Bauplanungen.

Audiofiles

  1. Immobilienstrategie des Kantons Luzern. Audio: Flavio Desax / Maik Wisler