Verschmutztes Abwasser in der Sure

Vermutlich gelang in Triengen Betonabwasser in die Kanalisation

Verschmutztes Wasser in der Sure bei Triengen

Am Donnerstag, 4. April 2019, ist eine unbekannte Substanz in die Sure bei Triengen gelangt. In der ARA Surental wurde über eine längere Zeit ein überhöhter pH-Wert gemessen. Womöglich war der Auslöser eine grössere Menge Betonwasser, teilte die Luzerner Polizei mit.

Trotz der Niederschläge und der dadurch erhöhten Abwassermengen wurde im Zulauf der ARA über mehrere Stunden ein alkalischer pH-Wert von über 10 gemessen und eine starke weissliche Trübung festgestellt. Gemäss Gewässerschutzverordnung darf nur Abwasser mit einem pH-Wert von 6,5 bis 9 in ein Gewässer oder in die Kanalisation geleitet werden. Ein Teil des zufliessenden Abwassers gelangte über das Regenbecken der ARA in die Sure und führte auch dort zu einer Trübung. Bei Einleitungen mit einem so hohen pH-Wert besteht das Risiko einer Schädigung der Biologie in der ARA, was die Klärleistung ganz erheblich beeinträchtigen kann. Durch solche Vorkommnisse kann auch Fischsterben verursacht werden.

Ursache noch unklar

Noch ist unklar, wie es zu diesem Vorfall gekommen ist. Als Ursache könnte eine grössere Menge an Betonabwasser in Frage kommen, welches aus einer Baustelle in die Kanalisation gepumpt wurde, schreibt die Luzerner Polizei. Der Verursacher wird im Einzugsgebiet der Gemeinden Sursee, Schenkon, Eich, Hildisrieden, Oberkirch, Nottwil oder Mauensee vermutet.

Hinweise zu dieser unzulässigen Einleitung nimmt die Luzerner Polizei unter Telefon 041 248 81 17 entgegen.