Starke Unwetter fegten über Teile der Schweiz

In Genf ist eine Frau gestorben

Starke Gewitter in vielen Teilen der Schweiz. (Symbolbild)

Ein Unwetter mit Sturm und Starkregen sowie vereinzelt Hagel ist am Samstag über Teile der Schweiz gefegt. In Genf kam eine Touristin bei einem Bootsunfall ums Leben. In Freiburg rückte die Feuerwehr 40 Mal aus. Zwei Festivals wurden vorsorglich evakuiert.

Der Sturm fegte vom Genfersee durchs Mittelland, über die Zentral- und Ostschweiz bis zum Bodensee, teilweise mit mehr als 110 Kilometern pro Stunde, wie Meteoschweiz mitteilte. Auf dem Genfersee sank laut Angaben der Polizei wegen des Sturms am späten Nachmittag ein Ausflugsboot. Eine Touristin starb. Ein Mann rettete sich mit einem Sprung ins Wasser und schwamm zum nahen Hafen, wo er auf einem anderen Boot ein Notsignal zünden konnte, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Im Kanton Freiburg rückten Polizisten, Feuerwehrleute und Unterhaltsdienste rund 40 Mal aus, hauptsächlich wegen Überschwemmungen. Laut Angaben der Polizei gab es keine Verletzten.

Grossveranstaltungen mussten reagieren

In Spiez im Berner Oberland hagelte es am frühen Abend grössere Körner und das Gelände des Musikfestivals Greenfield in Interlaken wurde vorsorglich evakuiert, zwei Konzerte wurden abgesagt. In Frauenfeld TG wurde das Gelände des Stadtfestes wegen des Sturms ebenfalls vorsorglich geräumt. Dieser beschädigte die Infrastruktur, wie die Veranstalter mitteilten. Mehrere Bäume ausserhalb des Festgeländes stürzten um. 

Und auch in der Zentralschweiz wurde etwa für Luzern eine Wetterwarnung ausgegeben. Im Laufe des Samstagabends beruhigte sich die Situation vielerorts wieder.