Uni-Abgänger zieht es in die Grossstädte

Die Zentralschweiz ist stark von der Abwanderung ihrer Akademiker betroffen

Stadt Zürich (Symbol)

Viele Kantone verlieren ihren akademischen Nachwuchs. Gerade kleine Berg- und Randkantone können gut ausgebildeten Personen oftmals nicht halten. Sie wandern in Grossstädte ab, in denen sie besser Perspektiven haben.

Das Land verliert seine Talente. Diese Entwicklung macht laut der Schweiz am Wochenende auch in der Zentralschweiz nicht halt. Besonders zu spüren bekommt dies der Kanton Uri. 94 Prozent aller Studentinnen und Studenten aus dem Kanton Uri leben fünf Jahre nach ihrem Studium in einem anderen Kanton. Dies ist ärgerlich, weil die kleinen Kantone hohe Beiträge für ihre Studierenden an die Hochschulkantone zahlen.

Meist zieht es die gut ausgebildeten Menschen in Grossstädte. Der Hauptgrund dafür ist laut Experten die Wirtschaftsstruktur. In vielen Berg- und Randregionen fehlt es an genügend Arbeitsplätzen und Perspektiven, die dem Profil der Hochqualifizierten entsprechen.  

Nicht nur Uri hat zu kämpfen

Auch die Zentralschweizer Kantone Nid- und Obwalden kennen das Problem. 81 Prozent der Nidwaldner Studentinnen und Studenten wandern ab, im Kanton Obwalden sind es 68 Prozent. Etwas besser sieht es in der restlichen Zentralschweiz aus. Dennoch weisen mit Schwyz (-44 Prozent), Luzern (-21 Prozent) und Zug (-9 Prozent) alle einen negativen Wanderungssaldo aus.

Nur gerade in 5 Kantonen (Basel, Zürich, Waadt, Bern und Genf) bleibt eine Mehrheit der Studenten nach Abschluss im eigenen Kanton.