Der erste Wettkampftag im Überblick

Magazin "Hoselupf" nach ESAF-Tag 1

Nach dem ersten Tag des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in Zug sind zwei der Favoriten bereits geschlagen. Drei andere Favoriten haben dagegen gross aufgetrumpft. Und es geht spannend weiter. Zum Start in den 5. Gang am Sonntagmorgen wartet eine absolute Top-Paarung auf alle Schwingfans: Joel Wicki gegen Christian Stucki.

Viel wurde vor dem ESAF 2019 in Zug diskutiert: Wer ist denn nun Favorit? Wer könnte eine der grossen Überraschungen werden? Nach dem ersten Tag lässt sich sagen: Zwei der fünf im Vorfeld genannten Topfavoriten sind bereits abgeschlagen. Die drei anderen dagegen absolut auf Kurs. Einer der meistgenannten Favoriten auf den Königstitel war Pirmin Reichmuth. Der Zuger - quasi mit einem Heimspiel - kam aber nicht auf Touren. Dass er gegen den Berner Nichteidgenossen Dominik Roth nur stellt, damit hätten im Vorfeld wahrscheinlich nur die wenigsten gerechnet. Genauso wenig, wie der junge Thurgauer Samuel Giger sich vom Luzerner René Suppiger platt auf den Rücken werfen lassen würde. Dazu verlor der 21-jährige Giger gegen Nick Alpiger und Pirmin Reichmuth zog gegen den grossartig auftrumpfenden Christian Stucki den Kürzeren.

So bleiben von den ursprünglich fünf genannten Topfavoriten noch deren drei übrig. Der Entlebucher Joel Wicki zeigte einen schlichtweg überragenden Samstag und wurde von den Fans zurecht gefeiert. Wicki war der Kurzarbeiter des ersten Wettkampftages. Den ersten Gang gegen Matthias Aeschbacher gewann der 22-Jährige bereits nach wenigen Sekunden und auch mit den drei darauffolgenden Gegnern machte der Entlebucher kurzen Prozess. Insgesamt stand Joel Wicki an diesem Samstag nur etwas mehr als eine Minute im Sägemehl.

Trio an der Spitze

Zeitlich ein bisschen mehr Aufwand betreiben mussten dagegen Christian Stucki und Armon Orlik. Am Ende des Tages stehen die drei Favoriten aber mit gleich vielen Punkten auf dem ersten Rang der Zwischenrangliste. Stucki hat auf dem Weg zu seinen vier Siegen anfänglich Pirmin Reichmuth platt besiegt, Orlik seinerseits revanchierte sich gegen Schwingerkönig Matthias Glarner für den verlorenen Schlussgang vom Eidgenössischen 2016 in Estavayer. Auf dem zweiten Rang lauert sogar noch ein weiterer Innerschweizer. Auch der Zuger Marcel Bieri vermochte am ersten Tag zu überzeugen und ist mit nur einem halben Punkt Rückstand dicht hinter dem Spitzen-Trio.

Am Sonntag geht es nun weiter mit packendem Schwingsport. Und am frühen Morgen kommt es bereits zum Knüller Wicki gegen Stucki. Der Dritte aus dem Spitzen Trio - Armon Orlik - bekommt es mit Schwingerkönig Kilian Wenger zu tun und Marcel Bieri trifft auf den drittplatzierten Fabian Staudenmann. Los geht's in der Zuger Arena um 7:45 Uhr.

Die wichtigsten Paarungen im 5. Gang:

Christian Stucki (BKSV) - Joel Wicki (ISV)

Armon Orlik (NOSV) - Kilian Wenger (BKSV)

Marcel Bieri (ISV) - Fabian Staudenmann (BKSV)

Marco Fankhauser (ISV) - Domenic Schneider (NOSV)

Pirmin Reichmuth (ISV) - Stephan Studinger (NWSV)

Daniel Bösch (NOSV) - Patrick Räbmatter (NWSV)

Matthias Aeschbacher (BKSV) - Marcel Kropf (NWSV)

Lario Kramer (SWSV) - Sven Schurtenberger (ISV)

Stefan Gasser (ISV) - Matthias Glarner (BKSV)

Samuel Giger (NOSV) - Hanspeter Luginbühl (BKSV)