Lido-Personal nach Badeunfall freigesprochen

Laut dem Bezirksgericht Luzern waren die Aussagen widersprüchlich

Das Bezirksgericht Luzern hat das Lido-Personal nach einem schweren Unfall freigesprochen (Archivbild).

Das Bezirksgericht Luzern hat das Personal des Strandbades Lido freigesprochen. Wie die Luzerner Zeitung berichtet, waren die Aussagen widersprüchlich und die Beweislage nicht eindeutig klar. Im Juni 2014 war ein Mann ab dem Steg ins untiefe Wasser gesprungen und Tetraplegiker geworden.

Der Bademeister und der Geschäftsführer des Strandbades Lido in Luzern sind vom Vorwurf der fahrlässigen schweren Körperverletzung durch Unterlassung freigesprochen worden. Dies teilt die Luzerner Zeitung mit, welche sich auf das entsprechende Urteil des Bezirksgerichts Luzern bezieht. Mit dem Aufstellen von Tafeln mit Warnhinweisen "Kopfsprünge verboten", hätte der schwere Unfall nicht mit Sicherheit verhindert werden können. 

Der Fall ging durch alle Instanzen und wurde vom Bundesgericht zwecks Neubeurteilung zurückgewiesen. 

Widersprüchliche Aussagen

Das Lido-Personal wurde freigesprochen, weil nicht geklärt werden konnte, ob der Mann ins Wasser gesprungen oder gefallen ist. Es sei daher nicht klar, ob es ein Badeunfall war oder nicht. Zudem sei nicht erwiesen, ob der Verunfallte die Untiefe hätte erkennen können. Die Aussagen der Ehefrau und des Bademeisters zum Unfallhergang seien widersprüchlich gewesen.