Luzern will Waldarbeit mit Pferden nicht fördern

Kantonsparlament lehnt einen Vorstoss der SP ab

Holzrücken mit einem Pferd.

In den Luzerner Wäldern werden auch in Zukunft moderne Holzerntemaschinen im Einsatz sein. Die SP hatte mit einem Vorstoss im Luzerner Kantonsparlament verlangt, das aus ökologischen Gründen vermehrt auch wieder Pferde gebraucht werden sollen, war mit ihrem Anliegen aber chancenlos.

In den Luzerner Wäldern sollten bei Forstarbeiten wieder vermehrt Pferde eingesetzt werden. Dies sei ökologisch und würde den CO2-Ausstoss senken. Diesen Vorschlag machte die SP und verlangte, dass der Kanton Holzrücken mit Pferden aktiv fördern soll. Der Vorstoss war allerdings im Luzerner Kantonsparlament chancenlos.

"Ich bin nicht mal sicher, ob ein Dieselmotor nicht weniger CO2 ausstösst als ein Pferd."

Die Idee sei nostalgisch und erinnere ans Militär, meinte SVP-Kantonsparlamentarier Räto Camenisch. Das komme ihm vor wie die Reaktivierung der Kavallerie aus umweltschützerischen Gründen: „Dann bin ich nicht einmal sicher, ob ein Pferd nicht mehr CO2 ausstösst als ein Dieselmotor, der nur läuft, wenn er gebraucht wird. Ein Pferd dagegen stösst Tag und Nacht CO2 aus.“

Auch CVP-Parlamentarierin Priska Wismer zweifelte an der Wirksamkeit. Zwar sei der Vorstoss sympathisch und etwas nostalgisch anmutend: „Aber wir sind uns alle einig. Damit retten wir das Klima nicht.“

Damit einheimisches Holz als Baustoff und Energie-Träger effizient genutzt werden kann, brauche es eine wirtschaftliche Waldwirtschaft. Dafür seien moderne Maschinen und nicht Pferde nötig, so die Parlamentsmehrheit.

 

Audiofiles

  1. Luzern will Waldarbeit mit Pferden nicht fördern. Audio: Urs Schlatter / Michi Huser