Der FCL macht auch 2018/19 Gewinn

Unter dem Strich bleiben rund 234'000 Franken

Die FCL-Gruppe kann sich freuen, 2018/19 gab es einen Gewinn von 234'000 Franken.

Der FC Luzern hat im Geschäftsjahr 2018/19 einen Gewinn von rund 234'000 Franken erwirtschaftet. Damit schreibt der Verein bereits zum zweiten Mal hintereinander schwarze Zahlen. Insbesondere auch dank Transfers.

Der Gewinn fällt rund 90'000 Franken höher aus als noch im Vorjahr, wie die Zahlen an der gestrigen Generalversammlung der FC Luzern Innerschweiz AG zeigten. Dass der FCL ein Geschäftsjahr im Plus abschliessen kann ist nicht selbstverständlich und zeigt, dass sich der Club operativ in die richtige Richtung entwickelt. Turbulenzen im Verwaltungsrat Hin oder Her.

Die Zahlen zeigen aber auch, dass der FCL abhängig bleibt von Spielerverkäufen. Im vergangene Jahr spülten unter anderem die Verkäufe von Ruben Vargas, Olivier Custodio und auch Francisco Rodriguez rund 4,5 Millionen Franken in die FCL-Kassen. Dies waren im vergangenen Geschäftsjahr rund 19 Prozent der gesamten Einnahmen. Ohne diese Einnahmen klafft ansonsten ein grosses Loch in der Kasse, welches gestopft werden müsste.

Spieler ausbilden und verkaufen

Dieser Abhängigkeit von Spielerverkäufen ist man sich beim FCL durchaus bewusst. Es ist und soll auch die Philosophie des Vereins bleiben, dass man auf eigene, junge Spieler setzt. Damit diese dann irgendwann gewinnbringend verkauft werden können.

Eckpunkte aus dem Geschäftsbericht 2018/19:

  • Gewinn von 234'000 Franken (Vorjahr 143'000)
  • Transfererträge von 4.5 Millionen Franken (Vorjahr 4 Mio.)
  • Abgesagte Spiele (Schnee) gegen Sion und YB kosteten den FCL rund 140'000 Franken
  • Der Zuschauerrückgang ist spürbar mit einem Rückgang von rund 620'000 Franken
  • Die FCL Gruppe beschäftigt rund 165 Personen bei 97 Vollzeitstellen
  • 87% der Einnahmen werden rund um die 1. Mannschaft generiert
  • 83% der Kosten fallen rund um die 1. Mannschaft an
  • Der FCL investierte 2018/19 rund 3,5 Millionen Franken in den eigenen Nachwuchs

Noch mehr Geld für den Nachwuchs

Der FCL ist sich durchaus bewusst, wie wichtig der eigene Nachwuchs ist. Wird dieser zu wenig gefördert und integriert, so bleiben irgendwann die dringend benötigten Transfererlöse aus. Auch deshalb investiert der FCL kräftig in den eigenen Nachwuchs. Im vergangenen Geschäftsjahr waren es rund 3,5 Millionen Franken. Tendenz steigend.

Dass sich diese Investitionen lohnen, zeigen auch die jüngsten Erfolge. Die U15 und die U16 Mannschaft konnten in der vergangenen Saison beide das Double feiern. Sie gewann Meisterschaft sowie Cup. So steht es ja auch in der Vision2021 des FCL geschrieben: Wir wollen Fussballfeste feiern und Pokale gewinnen! Bleibt zu hoffen, dass dies auch bald der 1. Mannschaft gelingt. Betrachtet man die Ausgaben so zeigt sich, dass der Nachwuchs mit rund 2,2 Millionen Franken an Personalkosten zu Buche schlägt. Die 1. Mannschaft inkl. Trainer und Staff kosten rund 8 Millionen Franken.

Wichtig für Zentralschweizer Wirtschaft

Die Zahlen an der Generalversammlung der FC Luzern Innerschweiz AG zeigen auch, dass der FCL ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die ganze Region ist. Rund 75 Millionen Franken werden dank dem FCL generiert, beispielsweise mit Hotelübernachtungen. Wie der FCL, nicht ohne Stolz, vorrechnet, sorgte er gesamtschweizerisch für 324 Vollzeitstellen.

Zahlen, welche sich durchaus gut sehen und präsentieren lassen. Man spürt, dass es dem FCL wichtig ist nach aussen hin ein gesundes und stabiles Bild zu präsentieren. Die Turbulenzen im Verwaltungsrat sollen dortbleiben. Sie sollen sich nicht auf das restliche Unternehmen durchschlagen. Tun sie im Moment auch nicht. Und dennoch ist der FCL darauf angewiesen, dass sich die Wogen im Verwaltungsrat bald möglichst wieder glätten und eine Lösung präsentiert werden kann.

Genau so sehr dürfte der FCL auch im nächsten Jahr darauf angewiesen sein, dass Spieler verkauft werden können, um Transfererlöse in die Kassen zu spülen. Damit dann auch im dritten Jahr hintereinander ein Gewinnplus im Geschäftsbericht steht.