Sperre gegen Sven Schurtenberger aufgehoben

Der 28-jährige Luzerner Schwinger kann 2020 an allen Festen teilnehmen

Der Eidgenössische Schwingerverband ESV hebt die für 2020 verhängte Sperre gegen den zweifachen Eidgenossen Sven Schurtenberger auf. Damit kann der 28-jährige Luzerner an allen Festen teilnehmen.

Schurtenberger trug am Eidgenössischen Fest Ende August in Zug verbotenerweise das Logo eines bekannten Sportartikelherstellers. Dies war ein Verstoss gegen die Werbevorschriften und -bestimmungen. Der ESV belegte den Rigi-Sieger von 2017 mit einer Sperre für alle auswärtigen Gauverbands- und Kantonalfeste, Bergkranzfeste sowie Teilverbandsfeste aus.

"Keine vorsätzliche oder grobfahrlässige Verletzung des Reglements"

Schurtenberger rekurrierte gegen das Urteil. Die Rekurskommission Werbung des ESV hat dem Einspruch am Dienstag weitgehend stattgegeben. Es war erwiesen, dass der Schwinger durch das Tragen des Logos keinerlei finanziellen Nutzen gehabt hatte. Die Rekurskommission kam zum Schluss, dass keine vorsätzliche oder grobfahrlässige Verletzung des Reglements vorliegt und damit die Voraussetzung für die Anfang Oktober ausgesprochene Sanktion fehlt. Für das Nichteinhalten des Verfahrensgrundsatzes hat die Rekurskommission dem Schwinger lediglich eine Busse auferlegt.

Schwingerverband will handeln

Der eidgenössische Schwingerverband möchte nun das Werbereglement anpassen, wie Paul Vogel, Obmann des eidgenössischen Schwingerverbandes gegenüber Radio Pilatus und Tele 1 erklärte. Es sei nicht klar festgehalten, ob Schienbeinschoner als Kleidungsstück oder als Hilfsmittel zu werten seien.

Quelle: sda/Redaktion

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