Neubau des Spitals in der Region Sursee verzögert sich weiter

Regierung will beim Standortentscheid weitere Abklärungen

LUKS Sursee

Der Neubau des Spitals Sursee verzögert sich erneut. Der Spitalrat muss beim Standortentscheid im Raum Sursee über die Bücher. Der Luzerner Gesundheits-Direktor Guido Graf fordert detailliertere Abklärungen unter anderem bezüglich Grundwasser, berichtet die Luzerner Zeitung.

Bereits im März ging die Entscheidungsfindung in eine Extrarunde. Danach war der Standortentscheid für Ende Jahr erwartet worden. Durch die Nachbesserungen verzögert sich der Entscheid nun sicher bis Ende Januar.

Aus 23 mach 2

Der Spitalrat des Luzerner Kantonsspitals hatte zunächst 23 mögliche Standorte für den Neubau geprüft. Im November 2017 schränkte er die Auswahl auf drei Orte ein. Inzwischen gibt es nur noch zwei Standorte. Dies sind der bisherige Standort und die Schwyzermatt auf Gebiet der Gemeinde Schenkon. Das heutige Spital befindet sich unterhalb der Altstadt Richtung Sempacher See. Die Schwyzermatt liegt nördlich von Sursee bei der Autobahnausfahrt und ist ein unbebautes Gelände. Das neue Spital soll 172 Betten umfassen. Derzeit zählt die Klinik rund 130 Betten. Der Baustart ist auf 2026 terminiert; bezugsbereit soll der Neubau 2028 sein.

Weitere Neubauten geplant

Sursee ist nicht das einzige Neubauprojekt des Luzerner Kantonsspitals. So werden in den kommenden Jahren das Spital Wolhusen und das Kinderspital in Luzern neu gebaut (wir berichteten). Für Wolhusen besteht ein Kostendach von 110 Millionen Franken. Für das Kinderspital, welches ab 2025 Tür an Tür mit der Frauenklinik sein wird, belaufen sich die Kosten gemäss Spital auf 170 bis 200 Millionen Franken.