Exit meldet mehr Mitglieder

Exit machte 2019 noch weniger Freitodbegleitungen

862 Personen liessen sich 2019 durch Exit in den Tod begleiten. Das sind 43 weniger als im Jahr davor.

12'000 Personen haben sich im letzten Jahr neu dem Schweizer Sterbehilfe-Verein Exit angeschlossen. Das ist ein Plus von zehn Prozent. Die Zahl der Freitodbegleitungen dagegen nahm 2019 ab.

Wie die Sektion Deutsche Schweiz des Vereins Exit am Montag mitteilte, sind seit Anfang des neuen Jahr bereits weitere 3632 Personen beigetreten. Gesamthaft zähle Exit derzeit 130'500 Mitglieder.

Die «grösste Selbstbestimmungsorganisation der Schweiz», wie sich Exit selbst bezeichnet, erhielt letztes Jahr laut eigenen Angaben 3500 Anfragen für eine Freitodbegleitung. Bei 1152 Mitgliedern seien weitere Abklärungen getroffen worden.  Bei 862 Personen kam es anschliessend zu einer Freitodbegleitung durch Exit. Gemäss den Zahlen des Vereins sind das 43 weniger als im Vorjahr.

Mehr oder weniger unverändert blieb das Verhältnis der Geschlechter: 59 Prozent der in den Tod Begleiteten waren Frauen, 41 Prozent Männer. Die häufigsten Gründe für den Wunsch eines selbstbestimmten Todes waren laut Exit Krebsleiden, Alterspolymorbidität und chronische Schmerzerkrankungen.

(Quelle: Luzerner Zeitung)