VBL-Fall geht in nächste Runde

Die GPK des Luzerner Stadtparlaments will Auskunft

Die GPK ruft eine ausserordentliche Sitzung zum "Fall VBL" ein

Die Gespräche um die umstrittenen Subventionen, die die Verkehrsbetriebe Luzern AG (VBL) erhalten haben, gehen weiter. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Luzerner Stadtparlaments verlangt Auskunft.

Dem städtischen Busunternehmen wird vorgeworfen, zu hohe Abgeltungen einkassiert zu haben. Die VBL soll gesetzeswidrig nicht mit den effektiven Kosten gerechnet, sondern innerhalb der Organisation auch kalkulatorische Zinsen miteinbezogen haben. Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) fordert von der VBL deswegen 16,1 Millionen Franken zurück. Diese Summe ist aus den Jahren 2010 bis 2017 zurückzuführen. Die VBL möchte der Forderung jedoch nicht nachkommen. Die Verhandlungen der Parteien halten an.

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Luzerner Stadtparlaments scheint sich an den Postauto-Skandal vom letzten Jahr zu erinnern. Sie ärgern sich und möchten daher aktiv werden. Sie werde am 19. März eine ausserordentliche Sitzung zum "Fall VBL" halten.

SP fordert Untersuchung

Die SP der Stadt Luzern möchte eine unabhängige und verwaltungsexterne Prüfung der Affäre. Die Partei wirft vor, dass sich VBL, VVL und der Luzerner Stadtrat bislang zu wenig darum bemüht haben, Licht ins Dunkle zu bringen.