Vorbereitung auf den grossen Ansturm

Die Zentralschweizer Spitäler bereiten sich auf das Coronavirus vor

Wie lange kann unser Gesundheitssystem hier noch mithalten? Wie können sich die Spitäler auf den Corona-Ansturm der erst noch kommt rüsten? Die Spitäler in der Zentralschweiz kämpfen mit Aushilfspersonal und Nachschub von Verbrauchsmaterial um einen möglichen Kollaps zu verhindern.

Aus dem nahen Ausland kommt kein Verbrauchsmaterial mehr über die Grenze. Handschuhe, Masken und Schutzkleider müssen von überall her zusammengesucht werden und kommen nur häppchenweise im Lager an. Remo Ehrsam, Leiter Einkauf beim Kantonsspital Obwalden, schläft aber ein klein wenig ruhiger, als seine Kollegen bei anderen Krankenhäusern. Das Kantonsspital Obwalden hat nämlich nach der grossen Überschwemmung von 2005 ein Notlager angelegt, in dem die nötigsten Güter vorhanden sind. Zurzeit hat Remo Ehrsam zum Beispiel acht Paletten mit Gummihandschuhen in seinem Notlager.

Regelbetrieb herunterfahren

Um genügend Personal und Zimmer zur Verfügung zu haben, wird im Kantonsspital Obwalden der Regelbetrieb auf das nötigste heruntergefahren. Im äussersten Fall würde Spitaldirektor Andreas Gattiker auch Studenten und kürzlich pensioniertes Gesundheitspersonal als Hilfskräfte einstellen. Das Luzerner Kantonsspital LUKS, das grösste Spital der Region, hat jetzt schon Samaritervereine zur Hilfe geholt. Auch hat das LUKS heute mitgeteilt, dass sie ab morgen Dienstag im Notfallmodus arbeiten würden. Das bedeutet, dass sie nur noch Notfälle aufnehmen. Auch die Klinik Hirslanden und das Kantonsspital Zug haben bekannt gegeben, dass sie bei Bedarf eng zusammenarbeiten werden und Material, Personal und Patienten austauschen werden. 

Im Luzerner Kantonsspital wurden Schutzmasken gestohlen Kantonsspital Nidwalden Zuger Kantonsspital Kantonsspital Uri