Kanton Zug greift den Unternehmen unter die Arme

Zudem will die Regierung wegen der Corona-Krise auch die Steuern senken

Die Regierung will wegen der Corona-Krise finanziell Unterstützung bieten.

Aufgrund der Einschränkungen des Bundes in der Bekämpfung des Coronavirus werden auch Zuger Unternehmen einer Belastungsprobe unterstellt. Der Kanton möchte nun schnell und unkompliziert Hilfestellung leisten. Unter anderem will er die Steuern senken.

Der Kanton Zug hat am Dienstagmorgen folgende Massnahmen beschlossen, um dem Zuger Gewerbe zu helfen:

  • Quick Wins: Der Kanton Zug will Zahlungsfristen nicht ausreizen und Rechnungen umgehend bezahlen. Vergangene Woche habe er bereits Kreditoren von 40 Millionen Franken bezahlt. Bei jenen, die dem Kanton Geld schulden, werde die Zahlungsfrist von 30 auf 180 Tage verlängert.
     
  • Fonds für KMU: Als Auffangnetz für Unternehmen mit maximal 20 Mitarbeitenden, stellt der Kanton einen à fonds perdu-Beitrag von 20 Millionen Franken zur Verfügung. Filialschliessungen, Konkurse und Kündigungen sollen so verhindert werden.
     
  • Steuerfuss: Die Regierung hat eine Steuersenkung geprüft und die Finanzdirektion beauftragt, dem Kantonsparlament in einem verkürzten Verfahren eine auf drei Jahre befristete Senkung zu beantragen von 82 Prozent auf 78 Prozent.
     
  • Spritze für Kultur und Sport: Zusätzlich zur Unterstützung durch den Bund, wird der Kanton Zug noch je fünf Millionen aus dem Lotteriefonds entnehmen. Damit sollen wohltätige, gemeinnützige und kulturelle Organisationen unterstützt werden.