Reisetrends 2010

Reisetrends 2010

Schweizer Ferienreisende zieht es künftig vermehrt in die Berge: Wandern und Erlebnisse in der Natur sind angesagt. Wegen der Wirtschaftskrise wird der Urlaub häufiger in der Nähe verbracht. Der Trend zu späten Buchungen setzt sich fort.

 

Jeder dritte Schweizer ist ein "Wandervogel". Ein Reisetrend für die Ferien geht in Richtung Natur: Wandern und Trekking sind neben Wellness eine perfekte Ergänzung, um die Sehnsucht der Menschen nach aktiver Entspannung zu stillen. Und abschalten lässt sich in den hiesigen Bergen besonders gut. Folglich werden die Schweizer ihren Urlaub vermehrt in der Nähe verbringen. Gefragt sind typisch schweizerische Angebote, die Authentizität und Naturgenuss versprechen.

 

Wohnung statt Hotel
Eine Auswirkung der Wirtschaftskrise ist die Tendenz, eine Ferienwohnung anstelle eines Hotelzimmers zu buchen, denn Selbstverpflegung ist in der Regel günstiger als Halbpension. Das Angebot an Appartements, Ferienhäusern und Villen mit Pool ist rund ums Mittelmeer und an der Adriaküste riesig. So führt ein grosser Anbieter in seinem Katalog für die Trenddestination Kroatien über 4'000 Mietobjekte. Auch in den Winterdestinationen geht der Trend hin zur Ferienwohnung, wobei das Angebot dort kleiner ist.

 

Transparente Kosten
Auch werden sich wegen der unsicheren Wirtschaftslage viele Urlauber für "All-inclusive-Ferien" entscheiden. Der Vorteil: Die Kosten für den Urlaub sind transparent. Wer seinen Ferienclub nicht verlässt, hat keine hohen Ausgaben für Extras zu befürchten. Von dieser Tendenz profitieren auch Kreuzfahrten. Die Reedereien konnten ihre Preise in den letzten Jahren massiv senken. Bereits für ein paar Hundert Euro schippert man eine Woche auf dem Mittelmeer. Mahlzeiten und Unterhaltungsprogramm an Bord inbegriffen. Weil Kreuzfahrten auch bei jüngerem Publikum und Familien im Trend liegen, wird die Nachfrage sogar während der Rezession steigen.

 

Kurzfristig Buchen
Die Tendenz, mit dem Buchen zuzuwarten und sich erst kurzfristig für eine Reise zu entscheiden, wird anhalten. Wer eine unsichere Stelle hat, wartet mit Geldausgeben lieber zu und schaut, wie sich die Wirtschaftslage und die persönliche Situation entwickeln. Tendenziell buchen die Kunden aus Spargründen eher etwas kürzere Ferien. Beim Kurzurlaub liegt wegen der zahlreichen günstigen Flugverbindungen Mallorca wieder im Trend und bei den Städtereisen Barcelona. Als Folge der Rezession werden Buchungen übers Internet weiter zunehmen: Da spezialisierte Reiseportale kurzfristig leere Plätze anbieten und Aktionen lancieren, dürfen Reisewillige hier mit Schnäppchen rechnen.

 

Teure Eurozone
Weil die Konsumenten äusserst preissensibel reagieren, wird die Nachfrage nach Hotelferien in der Eurozone abnehmen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis in den klassischen Mittelmeerdestinationen Spanien und Italien hat gelitten und die Nebenkosten – beispielsweise für die Sonnenliege oder Getränke – sind stark gestiegen. Für Badeferien liegen daher günstige Destinationen wie die Türkei oder Ägypten im Trend.

 

Swisscontent Corp. / 2009

 

Weitere Trends für das Jahr 2010 finden Sie unter PostFinance

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07.09.2010, 19:50 Uhr

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