Neben den Wettkämpfen der Olympischen Winterspiele, sollte man sich unbedingt Vancouver anschauen. Es locken etwa Outdoor-Veranstaltungen in der Granville Street, jede Menge Shoppingadressen, spannende Museen und ein quirliges China-Town .
Vancouver: Bummel durch Downtown
Kaum zwei Kilometer Breite misst die Halbinsel der Innenstadt. Doch hier drängelt sich das pralle Leben: Shoppingstraßen, Altstadt, Chinesenviertel und - natürlich - Jachthäfen und Promenaden am Wasser. Das Herz der City pocht am Robson Square, der wie eine Art Wohnzimmer Vancouvers ist. Hier gibt es während der Winterspiele einen Eislaufplatz für die Öffentlichkeit. Hier trifft man sich und sitzt auf den Stufen rings um den mannshohen Bronzevogel des Inuit-Künstlers Abraham Etungat. Apropos Kunst: die Vancouver Art Gallery auf der Nordseite des Platzes zeigt Werke von Emily Carr und anderer Westcoast-Künstler – und hat ein ausgezeichnetes kleines Bistro im ersten Stockwerk. Wenn es weiter so warm bleibt, kann man während der Spiele im Bistro sogar draußen sitzen ...
Shoppingbezirk
Für die meisten Besucher der Spiele werden aber die Veranstaltungen entlang der Fußgängerzone Granville Street und die Läden im Shoppingbezirk westwärts entlang der Robson Street verlockender sein. Auch im Sommer ist hier an Wochenenden abends die Hölle los. Tipp: Falls es regnen sollte, gehen Sie zum Power-Shopping ins Pacific Centre auf der Ostseite des Robson Square: 150 Läden über drei Straßenzüge, verbunden mit Tunnels und Galerien. Im Mode-Kaufhaus "Holt Renfrew" finden Sie kanadische Designer wie Yumi Eto.
Banken, Büros und Architektur
Das Banken- und Büroviertel zwischen Robson Square und dem Burrard Inlet weist aber noch andere Attraktionen auf:
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Für Architekturfans etwa die von Moshe Safie 1995 erbaute und fast wie das römische Kolosseum anmutende Public Library an der Ecke Hamilton/Robson Street. Gleich nebenan ist während der Olympischen Spiele an der Ecke Hamilton/Georgia Street der Aboriginal Pavillon, in dem sich die Indianer Kanadas präsentieren, Konzerte und Tänze abhalten. |
Einige Schritte weiter nach Norden liegt am Hafen dann der Kreuzfahrerpier Canada Place: 1986 war dies Kanadas Expo-Pavillon - die dramatische, wie ein Schiff mit geblähten Segeln wirkende Dachkonstruktion machte den Bau bald zu einem Wahr¬zeichen der Stadt. Bummeln Sie einmal um den Pier, der gut 400 Meter weit in den Fjord ragt - die Ausblicke sind traumhaft. Direkt nebenan steht – für die Öffentlichkeit komplett abgesperrt – das Medienzentrum für die Olympischen Spiele. Ein Neubau, der ganz ökologisch und nachhaltig konzipiert ist – inklusive Gras auf dem Dach.
Coal Harbour und Stanley Park
Vom Canada Place nach Westen wurde die gesamte "Waterfront" in den letzten Jahren neu gestaltet: mit Terrassenlokalen, Docks für die Jachten und mit einer Hafenpromenade entlang des Coal Harbour, die hinüberführt bis in den Stanley Park. Sehr gut: Das Fisch-Lokal Cardero's am Fuß der Cardero Street und das Mill Bistro am Fuß der Bute Street das zu den Spielen einen Biergarten unterhalten will.
Der gut 10 km lange Stanley Park Drive (Einbahnstraße, ideal per Fahrrad, Radvermietung an der Ecke Denman/Georgia St.) folgt dem Ufer des Stanley Park, führt zu Rhododendrongärten, Totempfählen, geheimnisvoll dunklen Douglasien-Hainen und immer neuen Aussichtspunkten. Unbedingt sehenswert: das Vancouver Aquarium, in dem Sie neben Belugawalen, Seeottern und 8000 anderen Meerestieren auch ganz hautnah den Lebenszyklus der Lachse erleben können - in einem speziell konstruierten künstlichen Bach, in den die im Aquarium geborenen Lachse nach Jahren aus dem Meer zurückkehren.
Gastown & Chinatown
Östlich des Canada Place zieht sich an der Water Street die Altstadt Vancouvers hin: Gastown. Das Viertel aus der Zeit um 1900 war vor noch wenigen Jahren komplett touristisch und bestand nur aus Souvenirläden. Mittlerweile ist es auch von den Vancouverites wieder angenommen worden und schicke Designläden und Lokale sind eingezogen. Sehen sie sich bei Francis Hill (151 Water St.) die großartigen indianischen Masken und Inuit-Skulpturen.
Weiter zur Chinatown: Dazu müssen Sie über die Hastings Street in der Eastside von Vancouver, dem Revier der Drogenabhängigen und Stadtstreicher.
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Das Olympische Komitee Vancouvers hatte versprochen, die Obdachlosen der Stadt von der Straße zu holen – ein schöner Traum, der aber nur schwer zu realisieren war. Vancouver ist die einzige Stadt im sonst extrem kalten Kanada, in der man als Stadtstreicher den Winter auf der Straße verbringen kann – so ist für ständigen Nachschub gesorgt. Das Viertel ist nicht unbedingt gefährlich für Touristen, aber unschön. |
Jenseits der Hastings Street warten die exotischen China-Märkte und Teeläden um Keefer/Main Street. Gehen Sie zum Lunch in Hon's Wun Ton House (268 Keefer St.) - eine chinesische Schnellküche mit Dutzenden von unterschiedlichen Nudelsuppen und Reisgerichten, alles in bester Qualität und spottbillig. Danach gibt's in der Keefer Bakery (251 Georgia St.) chinesische Zuckerfladen als Nachspeise, und den Verdauungsspaziergang können Sie ganz meditativ im Dr. Sun Yat-Sen Garden einplanen, einem original nach altem chinesischem Design gebauten Garten im Stil der Ming-Dynastie.
Yaletown
Wie sehr die City in ständigem Wandel ist, zeigt sich auf der Südseite der Innenstadt: Auf dem ehemaligen Gelände der Weltausstellung von 1986 ragt nun als komplett neuer Stadtteil eine Skyline gläserner Apartmenttürme am False Creek auf. Ein urbanes Experiment in völligem Kontrast zu den Lagerhallen im historisch verbrämten Szene-Viertel Yaletown nebenan, wo in den alten Lagerhallen Lokale und Läden eingezogen sind, die abseits aller Olympischen Spiele abends die junge Szene anlocken.
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Sehen Sie sich hier mal ein paar Stunden um, stöbern Sie entlang der Mainland Street in Galerien wie Coastal Peoples (Nr. 1024) oder dem witzigen Kochbuch-Shop Books to Cooks (Nr. 1128). Gesehen haben muss man auch Urban Fare (Pacific/Davie Streets), einen Yuppie-Supermarkt wie Sie ihn bestimmt noch nicht gesehen haben – inklusive schickem Wein-Bistro. Der Clou: Wöchentlich wird Brot frisch aus der Toskana eingeflogen - der Laib zu 100 Dollar. Verrückt. |
Weitere Informationen über Vancouver finden Sie unter GEO.de