Knapp bei Kasse oder wenig Zeit? Man muss keine Läden leer kaufen, um dem Erscheinungsbild einen neuen Dreh zu geben. Hier gibts schnelle und preiswerte Tipps.
Sie verfallen beim Anblick der eigenen Garderobe ins grosse Gähnen, weil Sie Tag für Tag denselben Look spazieren führen? Aber ausgedehntes Shopping liegt auch nicht drin? Sie können trotzdem etwas tun. Ganz ohne ein grosses Budget oder einen Abschluss in Fashion Design. Denn mit folgenden Dingen lässt sich ein langweiliges Erscheinungsbild im Nu aufmöbeln.
Frauen haben den Vorteil, beim Variiern ihres Outfits grosszügiger mit auffälligen Accessoires und natürlich mit Schminke spielen zu dürfen. Die beiden heissesten Tipps:
Knalliger Lippenstift
Ein Lippenstift in einer auffälligen Farbe verändert im Handumdrehen das gesamte Erscheinungsbild. Das macht ihn übrigens auch zu einem verlässlichen Wirtschaftsindikator: In Krisenzeiten greifen Frauen eher zum günstigen Lippenstift als zum teuren Kleid, weil sie so trotzdem nicht auf modischen Input verzichten müssen. Mit Rot, der Königin aller Lippenfarben, liegt man nie falsch, und Aufmerksamkeit ist garantiert. «Opium Red» von Yves Saint Laurent (45 Franken) und «Russian Red» von MAC (28 Franken) geniessen beide Kultstatus.
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Ausgefallene Strumpfhosen Schwarze Leggins in Ehren – mehr Abwechslung und Aufmerksamkeit erzielen bunte Strumpfhosen. Sie werden auch neben dem klassischsten Kleid zum Hingucker. Wenn das restliche Outfit schlicht bleibt, darf man ruhig auch zu einem wilden Muster greifen. Aber Achtung: Je heller die Farbe, desto kräftiger sehen die Beine darin aus. Ausgefallene Modelle gibts bereits ab rund 10 Franken in allen Warenhäusern. |
Make-up ist für Otto Normalbürger Tabu. Dafür haben Männer ein Accessoire, das an Frauen gar nicht akzeptiert wird: Gesichtshaar. Und das lässt sich mit wenig Geld und Aufwand zum Stilmittel machen.
Augenbrauen
Getrimmte Augenbrauen sind, so lange man es nicht übertreibt, nicht nur was für David Beckham. Für einen gepflegten und doch maskulinen Look werden einfach die Haare über der Nasenwurzel (also der Zone zwischen den Brauen) ausgezupft und solche, die allzu weit von der Braue entfernt sind. Sie werden staunen, wie sehr das ein Erscheinungsbild verändert. Wer sich allein nicht traut, bekommt bei der Kosmetikerin für knapp 20 Franken Hilfe.
Barthaar
Und noch ein haariger Tipp: Lassen Sie die Bartstoppeln wieder mal etwas länger spriessen. Sorgen Sie für sauber getrimmte Kanten, damit der Look trendy bleibt und nicht ins Verwahrloste kippt. Der Wilkinson Quattro Titanum Precision Freestyle (19.90 Franken bei Migros) hat nicht nur einen klangvollen Namen, sondern auch einen integrierten Haartrimmer.
Hochkrempeln
Krempeln Sie mal wieder die Ärmel hoch, im wahrsten Sinne des Wortes. Egal ob T-Shirt oder Hemd, diese kleine Veränderung macht schon eine Menge aus. Das Ganze klappt natürlich auch bei Jeans. Mit der einzigen Bedingung, dass Sie am Schluss nicht mit Hochwasserhosen dastehen sollten. Das Beste an diesem Tipp? Die Umsetzung kostet keinen Franken.
Wer sagt denn, dass Männer und Frauen nie auf dieselben Tricks zurückgreifen dürfen? Diese klappen für beide:
Mützen und Hüte
Ein cooler Hut ist das Tüpfelchen auf dem i jedes Outfits. Männer besorgen sich einen Trilby (das Modell, das Pete Doherty bevorzugt) oder eine Schiebermütze. Bei Letzterer müssen Sie einfach damit rechnen, dass Ihre Freundin Ihnen das Stück klaut. Als Alternative bieten sich für Frauen weiche, grobmaschige Strickberets an. Sehr im Kommen sind auch Fliegerkappen aus Kunstpelz. Diese ziehen mit ihren flauschigen «Ohren», die irgendwie ein bisschen an Goofy erinnern, garantiert alle Blicke auf sich.
Flauschige Schals
Halstücher und Schals halten sich hartnäckig auf dem Thron der angesagtesten Accessoires. Auch wenn aktuell viele Luxusversionen in den Läden um Käufer buhlen – günstige Modelle erfüllen ihren Zweck oft genauso gut. Frauen greifen entweder zum Dreiecktuch und wickeln die Spitzen locker um den Hals. Auch hübsch sind voluminöse, grob gestrickte Wollschals. Diese stehen auch Männern hervorragend. Anders als die Damen – die auch mit Knallfarben davonkommen – sollten Männer sich aber an gedecktere Töne halten. Das Volumen des Schals allein reicht völlig für einen überraschenden Effekt.
Farbe bekennen
Zerren Sie Ihr grellstes Shirt aus dem Schrank, oder besorgen Sie sich ein günstiges Teil von einer Billigkette. Gerade weil die aktuelle Mode vor allem auf Schwarz setzt, erzielen Sie so einen frischen, unerwarteten Effekt. Am vielseitigsten sind feine Langarmshirts, über die man auch mal ein Kleidungsstück in einer weniger grellen Farbe tragen kann.
Caroline Brändli