AbstimmungssonntagIG Metro-Luzern reagiert auf Kritik
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IG Metro-Luzern reagiert auf Kritik

Die Gegner werfen dem Komitee «Fake News» vor
Publiziert am Di 21. Jan 2020 19:09 Uhr

Die IG Metro-Luzern hat am Dienstag, 21. Januar 2020, auf die Kritik der Gegner reagiert. Die werfen den Initianten vor, das Projekt sei viel teurer als angekündigt und es trage nichts zum ÖV der Stadt Luzern bei. Abgestimmt wird dann am 9. Februar an der Urne.

Die Vorwürfe der Gegner seien für die Initianten unverständlich und aus der Luft gegriffen. «Wir sind ganz klar ein ÖV-Projekt. Wir wollen den Verkehr aus der Stadt Luzern herausbringen», sagt der Präsident der IG Metro-Luzern, Hans-Niklaus Müller. Das Projekt beinhaltet ein Parkhaus im Gebiet Reussegg. Das Parkhaus soll für Reisecars wie auch für Autos sein. Von da sollen die Leute dann mit der Metro ohne Halt zum Schwanenplatz in der Stadt Luzern gebracht werden.

Genau das macht aber für Yannik Gauch, Grossstadtrat der SP Luzern und einer der Gegner, keinen Sinn: «Ein sehr grosses Parkhaus zu bauen ist für uns kein ÖV-Projekt.» Ein solches Projekt wäre für ihn zum Beispiel die Realisierung von durchgehenden Busspuren oder den tatsächlichen Ausbau des ÖV-Netzes der Stadt.

Abstimmung könnte knapp ausfallen

Die von der IG geschätzten Kosten belaufen sich auf 400 Millionen Franken. Ein weiterer Kritikpunkt der Gegner. Die Summe sei laut Yannick Gauch unrealistisch. Darum hofft er auf ein «Nein» der Luzerner Stimmbevölkerung. Die Abstimmung werde aber knapp ausfallen, meint er. Auf der anderen Seite ist sich Dieter Haller, Präsident der SVP Stadt Luzern und Befürworter der Metro, sicher, dass die Metro die richtige Zukunftslösung ist und die Leute das auch einsehen. «Ich treffe viele Menschen auf der Strasse, die mir zustimmen, dass unser Projekt etwas Gutes ist. Darum bin ich sehr positiv gestimmt.»

Am 9. Februar wird sich zeigen, welche Argumente die Stadtluzerner mehr überzeugt haben. Dann wird über die weitere Prüfung des Metro-Projekts an der Urne abgestimmt.

Metro-Initianten werfen Gegnern Fake-News vor

Carmen Zettel