Bund kann hunderte Asylsuchende nicht ausschaffen

Jeden Tag scheitern in der Schweiz fünf Ausschaffungen. Der Bund hat im letzten Jahr 1700 abgewiesene Asylsuchende nicht ausschaffen können, weil diese kurz vor ihrer Ausschaffung untergetaucht sind. Jürg Walpen, Sprecher des Bundesamtes für Migration hat das gegenüber der „NZZ am Sonntag“ bestätigt. Grund für die hohe Zahl von Untergetauchten ist unter anderem, dass es zu wenige Plätze in der Ausschaffungshaft gibt.

Heute müssen die Kantone die Ausschaffungsgefängnisse finanzieren. Der Bundesrat hat letzten Monat beschlossen, dass sich der Bund in Zukunft an den Kosten von neuen Ausschaffungsgefängnissen beteiligt.

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  1. Bund kann hunderte Asylsuchende nicht ausschaffen. Audio: Jeannette Bär