Eklat im Sozialhilfewesen

Rorschach kehrt Konferenz für Sozialhilfe den Rücken

Im Schweizer Sozialhilfe-Wesen hat es einen Eklat gegeben. Rorschach kehrt der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe als erste Schweizer Gemeinde den Rücken. Grund dafür ist laut dem „Blick“ ein Fall in der Aargauer Gemeinde Berikon, welche schweizweit Schlagzeilen gemacht hatte.

Es geht um einen jungen Schweizer, welcher Sozialhilfe bekommen hatte, obschon er sich seit Jahren renitent und unkooperativ verhalten hatte. Die Gemeinde wollte dem Mann die Sozialhilfe streichen doch ein Bundesgerichtsurteil liess dies nicht zu. Dass die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe diesen Entscheid noch begrüsste, versteht der Rorschacher Stadtpräsident und SVP-Nationalrat Thomas Müller nicht. Der Verein müsste die Anliegen der Sozialämter vertreten, stattdessen vertrete er nur die Anliegen von Sozialhilfebezügern, so Müller im Interview mit "Blick".

Dieser Fall könnte Signalwirkung haben. Auch Berikon diskutiert über den Austritt.